116 Eigentumswohnungen in Erding: 75 Prozent schon vor Baubeginn verkauft

Stand: 04.08.2026, 08:00 Uhr

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Einlassen der Zeitkapsel bei den heise.flats durch (v.l.) die Gesellschafter Cindy Wiegand, Reinhold Schneider, OB Max Gotz und Grundstückseigentümer Hans Ruhland.

Einlassen der Zeitkapsel bei den heise.flats durch (v.l.) die Gesellschafter Cindy Wiegand, Reinhold Schneider, OB Max Gotz und Grundstückseigentümer Hans Ruhland. © Bernd Heinzinger

An der Heisenbergstraße in Altenerding entsteht ein Wohnpark mit 116 Eigentumswohnungen. Die Genehmigung dauerte nur fünf Monate – ein Rekord in 40 Jahren Bauerfahrung.

Altenerding – Viele Jahre lag das riesige Areal an der Heisenbergstraße in Altenerding brach, jetzt tut sich was. Dort entstehen aktuell 116 Eigentumswohnungen in insgesamt vier Häusern. Mit dem symbolischen Einlassen einer Zeitkapsel wurde der Start der Hochbauphase eingeleitet.

Das Bauvorhaben setzen in einem Joint Venture die drei Gesellschafter Wohngroup Bauträger GmbH & Co. KG, Magnus Wohnbau GmbH und Reinhold Schneider um – zusammengefasst in der Wohnpark Heisenberg GmbH. Cindy Wiegand von der Thüringer Wohngroup freute sich über den Meilenstein für das „neue Quartier“ an der Heisenbergstraße.

Die Wohnungen in den sogenannten heise.flats sind zwischen 26 und 64 Quadratmeter groß und haben ein bis drei Zimmer. Der Bedarf an den modern ausgestatteten und energieeffizient errichteten Einheiten sei riesig. Schon lange vor der geplanten Fertigstellung im Herbst 2028 seien 75 Prozent der Wohnungen verkauft. Für viele weitere gebe es bereits Vorverträge.

Was man als Thüringer in Erding wolle, dazu sagte Wiegand: „Erding ist ein sehr dynamischer Standort mit starken Unternehmen und einer wachsenden Bevölkerung.“ Auch die Infrastruktur mit einer qualitativ hochwertigen Innenstadt oder der Therme passe bestens. Daher bemühe man sich derzeit auch um weitere Grundstücke für neue Projekte, so Wiegand. Erstmals lasse man eine Zeitkapsel ins Fundament ein. Sie soll darstellen, welche Vision vorherrsche. Neben anderen Dokumenten liegen darin auch Ausgaben der Thüringer Zeitung und des Erdinger Anzeigers.

Gesellschafter Reinhold Schneider ist für Planung, Genehmigungen, Vergaben und Baubegleitung verantwortlich. Er lobte insbesondere die Stadtverwaltung. Denn nach Fertigstellung der Bauleitplanung habe es nur fünf Monate bis zur Baugenehmigung gedauert: „Ich arbeite seit 40 Jahren in diesem Bereich, so schnell ging es noch nie.“

Nach anfangs bröckelndem Verkaufserfolg musste eine Umplanung erfolgen. Aus ursprünglich 78 größeren wurden 116 kleinere Wohnungen. Daher habe es eine neue Genehmigung gebraucht, die innerhalb von zwei Monaten auf dem Tisch lag. Die „fantastische Kooperativität“ der Stadt habe sich dabei fortgesetzt, so Schneider.

Dass bereits 75 Prozent der Einheiten verkauft sind, bezeichnete er als sensationell. Hauptsächlich kamen Kapitalanleger, die die Wohnungen vermieten wollen. Der Kaufpreis für die Wohnungen auf dem insgesamt 5379 Quadratmeter großen Grundstück liegt zwischen 200.000 und 400.000 Euro.

Erdings OB Max Gotz freute sich über das Lob für seine Verwaltung. Dass es sich bei heise.flats um eine Kapitalanlage handle, sei für ihn nicht verwerflich. Und dass bereits ein Großteil der Wohnungen verkauft sei, überrasche ihn nicht. Unter anderem auch wegen der Fliegerhorst-Konversion mit der Ansiedlung von Start-ups oder einigen Universitäten wachse die Attraktivität weiter. Allerdings dürfe Erding sein Gesicht nicht verlieren, dürfe nicht überrannt werden. Beim Bebauungsplan für das Areal habe man unter anderem um die Höhe der Gebäude gerungen. Herausgekommen sei eine gute Lösung, die auch noch Platz für einen großen Kinderspielplatz biete.

Nach dem Einlassen der Zeitkapsel dankte Wiegand auch Grundstückseigentümer Hans Ruhland, dessen Familie die Fläche auf Erbpacht zur Verfügung stellte.