50.000 Kilometer: 79-Jähriger fährt mit seinem E-Bike mehr als einmal um die Welt

Stand: 09.10.2026, 08:00 Uhr

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Nahezu täglich ist der Pastettener Toni Huber mit seinem E-Bike  unterwegs.

Nahezu täglich ist der Pastettener Toni Huber mit seinem E-Bike unterwegs. © Henry Dinger

Anton Huber aus Pastetten hat in sechs Jahren quasi einmal die Erde umrundet – und 10.000 Kilometer mehr. Sein Centurion-E-Bike läuft noch mit dem ersten Akku.

Pastetten – Einmal um die ganze Welt und noch 10.000 Kilometer weiter ist Anton Huber aus Pastetten mit seinem E-Bike gefahren. Zumindest könnte man das bei den 50.000 Kilometern, die der Fahrradcomputer anzeigt, denken. Doch der Huber Toni, wie ihn viele nennen, fährt keine sehr weiten Strecken am Stück, sondern viele kurze. „Zum Essen bin ich immer zu Hause“, sagt er und lacht.

Mann aus Pastetten umrundet die Erde mit E-Bike in sechs Jahren – und legt noch 10.000 km drauf

Schon Anfang 2022 hatten wir über den fleißigen Radler berichtet, damals waren 12.000 Kilometer auf der Uhr. Es hat immer noch dasselbe Centurion-Bike mit dem ersten Akku. Der wird konsequent alle zwei Tage geladen und hält dann um die 80 Kilometer weit. „Das Laden habe ich zweimal vergessen und musste dann kräftig treten“, erzählt der 79-Jährige.

Ebenfalls zweimal hat der Huber Toni vorn den Schlauch und den Reifen erneuern müssen, jeweils dreimal den Hinterreifen, die Kette und das Ritzel der Gangschaltung. „Reifenpannen gibt’s öfter“, erzählt der Radler, die behebt er aber schnell selbst.

Gekauft hat er das E-Bike im Corona-Sommer 2020 beim Radl-Sepp in Walpertskirchen. „Neulich habe ich ihn angerufen und mich bedankt, weil er mir so ein gutes Rad verkauft hat“, meint Huber schmunzelnd.

Rein rechnerisch jeden Tag 23 Kilometer mit dem E-Bike

Rein rechnerisch hat er seither jeden Tag um die 23 Kilometer zurückgelegt. Bei Wind und Wetter, im Winter mit beheizten Handschuhen. Nur wenn es glatt ist, bleibt das Bike in der Garage. „Ein paar Mal hat es mich geschmissen, wenn ich zu schnell abgestiegen bin. Sonst ist zum Glück noch nie etwas passiert.“ Das Radfahren tut seiner Hüfte gut. „Und meine Knie danken mir das auch.“

Einmal in der Woche fährt der Senior nach Markt Schwaben, um seinen besten Freund Hardy im Pflegeheim zu besuchen, und zurzeit öfter nach Hohenlinden, wo er die Mesnerin vertritt. Diese Funktion hatte er lange in Pastetten inne und sich nicht nur dabei sehr engagiert.

„Er ist ein Kümmerer in allen Dingen“, hatte der damalige Bürgermeister Peter Deischl gesagt, als er Huber im Jahr 2022 die Bürgermedaille in Bronze überreichte. Huber hatte sich nicht nur als Angestellter der Gemeinde aktiv gekümmert, sondern war auch Mitglied in der Kirchenverwaltung und widmet sich mit Hingabe der Lourdes-Kapelle im Ort.

Eine Medaille bekommt Anton Huber für seine Kilometer-Leistung nicht, „aber vielleicht kriege ich ja im nächsten Jahr zum 80. Geburtstag ein neues Fahrrad“, meint er verschmitzt. Ob es dann nochmal 50.000 Kilometer werden? Das glaubt der Huber Toni nicht. „Wichtig ist, gesund zu bleiben.“