56 Photovoltaikanlagen der Stadtwerke erzeugen Strom für 600 Haushalte

Stand: 11.08.2026, 06:01 Uhr

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Die Stadtwerke Neu-Isenburg haben 56 Solaranlagen mit insgesamt 2.201 Kilowatt Peak installiert. Die neueste Anlage steht auf dem Dach des Waldschwimmbads und deckt 20 Prozent des Energiebedarfs.

Neu-Isenburg – Auf den Dächern Neu-Isenburgs sind immer mehr Solaranlagen zu sehen. Längst sind sie nicht mehr nur auf privaten Häusern installiert, sondern auch auf öffentlichen Gebäuden. Die Energiewende zeigt sich damit ganz konkret im Stadtbild und wird für viele Menschen täglich sichtbar.

Stadtwerke-Geschäftsführer Kirk Reineke (rechts) und Darjan Condric (Gruppenleiter Key-Account-Management) stehen inmitten der Anlage auf dem Dach des Empfangs- und Verwaltungsgebäudes des Waldschwimmbads.

Stadtwerke-Geschäftsführer Kirk Reineke (rechts) und Darjan Condric (Gruppenleiter Key-Account-Management) stehen inmitten der Anlage auf dem Dach des Empfangs- und Verwaltungsgebäudes des Waldschwimmbads. © Leo F. Postl

Die Stadtwerke Neu-Isenburg treiben den Ausbau der Photovoltaik kontinuierlich voran. Bislang wurden insgesamt 56 Photovoltaikanlagen errichtet, die gemeinsam eine Gesamtleistung von 2.201 Kilowatt Peak (kWp) erreichen. Damit will das Unternehmen einen Beitrag zu nachhaltiger Energieversorgung und Klimaschutz leisten. Die Anlagen erzeugen jährlich mehr als zwei Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom – das ist laut Stadtwerke-Angaben genug, um den Jahresbedarf von 600 Haushalten zu decken.

Der Unterschied

Die Maßeinheit kWp (Kilowatt-Peak) gibt die theoretische Maximalleistung einer Solaranlage unter idealen Bedingungen an, während kWh (Kilowattstunde) die tatsächliche Menge an Strom misst, die über einen bestimmten Zeitraum erzeugt oder verbraucht wird.

Auf den eigenen Gebäuden der Stadtwerke wurden bislang 938 Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 355 kWp installiert. Wie das Unternehmen erneuerbare Energien direkt in seine Betriebsabläufe integriert und damit gleichzeitig die Energiekosten langfristig reduziert, zeigt die Erweiterung der Photovoltaikanlage im Waldschwimmbad: Dort wurden zusätzlich 180 Solarmodule mit einer Leistung von 80 kWp installiert. Durch die zusätzliche Stromerzeugung aus Sonnenenergie können künftig 20 Prozent des Energiebedarfs des Schwimmbads gedeckt werden. „Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien dort auszubauen, wo sie einen direkten Nutzen für Menschen, Unternehmen und die städtische Infrastruktur schaffen“, sagt dazu Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg.

Mieterstromprojekte

Deshalb liegt auch ein besonderer Schwerpunkt der Stadtwerke auf dem Ausbau von Mieterstromprojekten. Sie ermöglichen es, Solarstrom dort zu erzeugen und zu nutzen, wo er benötigt wird. Damit profitieren Mieter unmittelbar von lokal erzeugter Energie, ohne selbst in eine Photovoltaikanlage investieren zu müssen. Der größte Teil dieser Projekte wurde mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH Neu-Isenburg (Gewobau) umgesetzt. Auf den Wohngebäuden der Gewobau wurden bislang mehr als 2.106 Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von 896 Kilowatt Peak installiert. Die Anlagen erzeugen jährlich 783.000 Kilowattstunden Strom. Auch im gewerblichen Bereich realisierten die Stadtwerke erfolgreich Mieterstromprojekte. Auf den Gebäuden von vier Gewerbetreibenden wurden insgesamt 1.003 Solarmodule mit einer Leistung von 446 Kilowatt Peak installiert. Die Anlagen erzeugen jährlich 387.300 Kilowattstunden Strom. Neben den Mieterstromprojekten treiben die Stadtwerke gemeinsam mit der Stadt auch den Ausbau der Solarenergie auf kommunalen Liegenschaften voran. Bislang wurden dort 624 Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 197 Kilowatt Peak installiert. Jährlich werden damit 167.000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

„Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien dort auszubauen, wo sie einen direkten Nutzen für Menschen, Unternehmen und die städtische Infrastruktur schaffen.“

Ein weiterer Meilenstein wurde 2025 mit der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage auf dem Neu-Isenburger Wasserwerk in der Siemensstraße erreicht. Die 800 Quadratmeter große Anlage umfasst 320 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 144 kWp. Jährlich erzeugt die Anlage 125.000 Kilowattstunden Strom, die vollständig in das Stromnetz des Wasserwerks eingespeist werden. Damit können 20 Prozent des gesamten Strombedarfs des Wasserwerks durch erneuerbare Energie gedeckt werden. Insgesamt 32 weitere gewerbliche und private Photovoltaikanlagen verdeutlichen, dass der Ausbau der Solarenergie in Neu-Isenburg von vielen Akteuren getragen wird.

„Die Vielzahl der umgesetzten Projekte unterstreicht, dass wir den Ausbau der Solarenergie konsequent vorantreiben“, sagt Kirk Reineke dazu. „Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Die Stadtwerke zeigen mit ihren Projekten, dass sich wirtschaftlich sinnvolle Investitionen und der Ausbau erneuerbarer Energien erfolgreich miteinander verbinden lassen,“ ergänzt Stefan Schmitt, Erster Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Neu-Isenburg.