646. Diepholzer Großmarkt zieht viele Besucher an

Stand: 20.09.2026, 19:44 Uhr

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Beim 646. Diepholzer Großmarkt waren am Samstagnachmittag insbesondere Familien unterwegs.

Beim 646. Diepholzer Großmarkt waren am Samstagnachmittag insbesondere Familien unterwegs. © Eberhard Jansen

Der Diepholzer Großmarkt zog viele Besucher an, die Marktmeisterin zieht eine positive Bilanz. Beim Seniorennachmittag blieben allerdings 80 der 200 kostenlosen Karten ungenutzt.

Diepholz – Wie war der 646. Diepholzer Großmarkt? Die Antwort von Marktmeisterin Elena Lang war kurz und deutlich: „Gut!“ Mit den Besucherzahlen sei man zufrieden. Von besonderen, vielleicht unschönen Ereignissen wusste die engagierte und am Wochenende vielbeschäftigte Mitarbeiterin der Stadtverwaltung am Sonntagnachmittag nicht zu berichten.

Die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes hätten am Viehmarkt-Freitag relativ viel zu tun gehabt. An diesem Tag wird traditionell reichlich Alkohol auf dem Marktgelände konsumiert, was für einige Besucher Folgen hatte.

Nach relativ verhaltenem Auftakt am Donnerstagabend war der Freitag des 646. Diepholzer Großmarktes gut besucht. Gedränge herrschte in den Festzelten Laker und Körstube. Im großen Festzelt, erstmals mit dem von Bürgermeister Florian Marré mehrfach gelobten Betreiber Fangmann-Event, gab es mehr Platz. Viel los war auf dem Viehmarkt-Gelände am Heldenhain, das um 15 Uhr geschlossen wurde.

Positiv äußerten sich viele Besucher über das gegenüber den Vorjahren optimierte Zelt „Genusswelt“ der Stadt Diepholz, wo es atmosphärisch ruhiger als in den drei anderen Zelten zuging und das dieses Mal laut Elena Lang auch viele jüngere Marktbesucher anlockte. Die unterschiedlichen Sitzmöglichkeiten und auch das umfangreiche, sehr unterschiedliche Angebot an Speisen und Getränken von heimischen Gastronomen kamen an.

Die Fördervereine der Diepholzer Partnerstädte Thouars (Frankreich) und Starogard Gdanski (Polen) boten für die jeweiligen Regionen typische Getränke an. Für entspannende Musik sorgte am Freitag der Saxophonist Thomas Gollnik. Für Samstagabend stand das Duo Knut Richter und Joe Dinkelbach mit Evergreens von Swing bis Latin auf dem Programm des Großmarkt-Zeltes „Genusswelt“.

Beim Seniorennachmittag am Samstag im großen Festzelt des Diepholzer Großmarktes bot die inklusive Gruppe „Unikat“ unter anderem mit ihren Balltrommel-Aktionen Unterhaltung für die 120 teilnehmenden älteren Bürger.

Beim Seniorennachmittag am Samstag im großen Festzelt des Diepholzer Großmarktes bot die inklusive Gruppe „Unikat“ unter anderem mit ihren Balltrommel-Aktionen Unterhaltung für die 120 teilnehmenden älteren Bürger. © Eberhard Jansen

Während am Samstagnachmittag vorwiegend Familien durch die Gassen des Großmarktes schlenderten, bot der Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt Diepholz im großen Festzelt ein Programm für ältere Bürger. Kostenlose Karten für diesen traditionellen Seniorennachmittag inklusive Kaffee, einem Stück Torte und einem Stück Apfelkuchen hatte man im Vorfeld im Rathaus bekommen können. Doch von den 200 Karten, die dort für Bürger ab 66 Jahren vorbereitet waren, wurden nur 120 abgeholt und genutzt. Im für den Seniorennachmittag angesprochenen Alter ab 66 Jahren sind übrigens etwa 6.000 Bürger der Stadt Diepholz.

Für Unterhaltung nach der Kaffeetafel sorgte die inklusive Gruppe „Unikat“ des TSV „Blau-Weiß“ Melchiorshausen und der Lebenshilfe Syke. In dieser Gruppe zeigen Menschen mit Beeinträchtigungen ihr musikalisches Können unter anderem beim Balltrommeln. Unter Leitung von Birgit Sündermann und Kati Meißner spielten die 19 Unikat-Mitglieder beim Seniorennachmittag im Festzelt mit ansteckender Fröhlichkeit. Der Auftritt der im Oktober 2021 gegründeten Trommelgruppe verzögerte sich allerdings um knapp eine halbe Stunde, da es Probleme mit der Übertragung ihrer Hintergrundmusik gab. Nach „Unikat“ war DJ „Harry“ (Harald Reins aus Vechta) für die Musik beim Seniorennachmittag zuständig, zu dem Bürgermeister Florian Marré und der Vorsitzende des Senioren- und Behindertenbeirats, Werner Marquardt, die Gäste begrüßt hatten. „Wir wollen, dass es in Diepholz allen Generationen gut geht und gut gefällt“, rief Bürgermeister Marré alle dazu auf, sich im Rathaus zu melden, wenn etwas nicht so gut sei.

Der Autoskooter darf beim Diepholzer Großmarkt nicht fehlen. Zudem lockten viele weitere Fahrgeschäfte, die nichts für schwache Nerven waren.

Der Autoskooter darf beim Diepholzer Großmarkt nicht fehlen. Zudem lockten viele weitere Fahrgeschäfte, die nichts für schwache Nerven waren. © Eberhard Jansen

„Nicht gut“ beim Großmarkt insgesamt sind die „Wildpinkler“. Die Stadt Diepholz geht gegen dieses Problem vor. Die Mitarbeiterin des städtischen Ordnungsamtes erwischte bis Samstag 15 uneinsichtige Männer, die nicht die vielen Toilettenwagen nutzten. Sie hatten jeweils 35 Euro zu zahlen. Im Bereich gegenüber des Laker-Zelteingangs in Richtung der Straße „Am Markt“ hatte die Stadt schon vor drei Jahren zum Großmarkt zusätzlich zu den Toilettenwagen eine Urinier-Möglichkeit für Herren in einem Container mit Waschbecken geschaffen.

Neu gestaltet war in diesem Jahr der „Schwarze Weg“. Dort gab es einen Floh- und Trödelmarkt mit unterschiedlich vielen Ständen an den Markttagen. Laut Stadtverwaltung wurde dieser Markt von der Familie Braun aus Lembruch organisiert.

Der Gottesdienst im Autoskooter war am Sonntag der letzte Punkt des Programms beim 646. Diepholzer Großmarkt, der am Abend endete. Am Nachmittag kamen noch einmal relativ viele Besucher auf das Gelände Auf dem Esch. Stadtverwaltung und Feuerwehr beobachteten intensiv die Wetterlage, denn es war starker Wind angesagt.