8.500 Besucher beim Tegernseer Seefest – Feuerwerk am Vollmondhimmel

Stand: 30.07.2026, 07:30 Uhr

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Entspannte Atmosphäre: Bei herrlichem Wetter erlebten 8.500 Besucher ein harmonisches Seefest.

Entspannte Atmosphäre: Bei herrlichem Wetter erlebten 8.500 Besucher ein harmonisches Seefest. © THOMAS PLETTENBERG

Das Tegernseer Seefest lockte am Dienstag 8.500 Besucher an den See. Höhepunkt war das zehnminütige Feuerwerk.

Tegernsee – Wetter, Gastro-Angebot, Musik- und Schauprogramm sowie ein weitgehend reibungsloser ÖPNV bescherten am Dienstag 8.500 Besuchern ein entspanntes Tegernseer Seefest. Der buchstäbliche Höhepunkt des Abends war das zehnminütige Feuerwerk am Vollmondhimmel.

Das Brillantfeuerwerk war in mehrfacher Hinsicht herausragend. Nicht nur weil es wegen der Nähe zum Ufer vom Ponton aus sehr hoch geschossen wurde und höchst spektakuläre Effekte zeigte, sondern weil die unterlegte Musik eine brennend wichtige Frage stellte. Nach einem klassisch interpretierten Medley aus Hardrock-Songs stand die orchestrale Piratenhymne aus „Fluch der Karibik“ im Mittelpunkt. Und spätestens da fragte sich so mancher, ob das Seefest mittlerweile von feierlaunigem Partyvolk gekapert wurde?

Freilich waren die Seeanlange Länd, der Rathausplatz und der Kurgarten wieder dichtgestellt mit Bierbänken. Und freilich waren auch in der ersten (Ufer)Reihe die reservierten Plätze vom Hotel Tegernsee, für die Prominenz – dieses Mal unter anderem Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit Gattin Christiane – mit weißen Tischdecken eingedeckt, und es wurde die obligatorische Trüffel-Pasta kredenzt. Aber zwischen den Ständen der lokalen Gastronomen fanden sich auch Foodtrucks, bekannt von Streetfoodfestivals. Das ergab kulinarisch eine wilde Mischung aus handwerklich zubereiteten Schmankerln einerseits, Hotdog, Gnocchi und Falafel-Burger andererseits. Neben den Ständen mit Tegernseer Bier servierten vielfach (Vereins)Stände Cocktails. Den Stand mit den Weinen aus den Partnergemeinden suchte man indes vergebens.

Auch im Rahmenprogramm gab es Neuerungen: Statt der Gasteiger Blasmusik aus Gmund, die jahrzehntelang bayerisch-traditionell aufspielte und zu späterer Stunde als Lake Side Big Band internationale Hits zum Besten gab, unterhielten die Karolinenfelder. Die versuchten sich auch gesanglich an Gabalier- und Nena-Hits sowie Schlagern zum Mitsingen und Mitwippen, mussten aber gegen die Clubbeats aus dem Lautsprecher bei Mama Clara anspielen. Statt breit gefällig zu sein, gefiel die Tegernseer Blaskapelle an der Länd, die auch Klassikhits auf Lager hatte und entsprechend Beifall erntete. Auch die Argeter Alphornbläser, die Rottacher Goaßlschnalzer, die Wallberger und Rottacher Blaskapellen hatten das Gschau. Sie spielten, tanzten und plattelten auf dem Floß und wurden ebenso bewundert wie die Sautrog-Wettkämpfer und der junge Pump-Foiler, der mit seinem motorlosen Hydro-Foil zwischen den über 50 Segelbooten, Ruder- und Tretbooten und den SUPlern performte.

Die Gäste, die mit Booten und anderen Wassergefährten über den See gekommen waren, waren die einzigen, die nicht in einer Reihe oder im Stau standen. Denn obgleich der ÖPNV mit verstärkten Zügen und einem „Lumpensammlerzug“ sowie Bus- und Schiffsverkehr perfekt organisiert waren, war der Andrang ab 18 Uhr doch so groß, dass es zu Wartezeiten kam. TTT-Chef Christian Kausch ereilten keinerlei Beschwerden: „Es hat alles perfekt gepasst!“, befand er am Ende und bestätigte damit Bürgermeister Johannes Hagns Einschätzung: „Schönes Wetter. Gute Laune. Beste Stimmung. Ich bin zufrieden.“