Die Stadt Niesky nimmt am Samstag ihre neue Drehleiter offiziell in Betrieb und feiert zugleich das Ende der Modernisierung des Feuerwehrtechnischen Zentrums an der Konrad-Wachsmann-Straße 1. Der Festakt beginnt um 11.30 Uhr und dauert bis 13 Uhr. Oberbürgermeisterin Kathrin Uhlemann begrüßt die Gäste; angekündigt sind Redebeiträge des Ministerpräsidenten, des Amtsleiters und Kreisbrandmeisters Mierisch sowie weiterer Vertreter der Staatsregierung. Anschließend können die Teilnehmer die Drehleiter, weitere Fahrzeuge und das sanierte Gebäude besichtigen.
Für alle Bürger öffnet die Feuerwehr Niesky ab 14 Uhr ihre Türen. Beim Familiennachmittag präsentiert sie ihre Fahrzeuge, die neue Drehleiter lässt sich aus nächster Nähe ansehen, auch das Gerätehaus kann besichtigt werden. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg sowie eine Mal- und Bastelstraße, außerdem Imbiss, Kaffee und Kuchen.
Fördermittel decken gut 81 Prozent der Drehleiterkosten
Die Drehleiter kostet nach Angaben der Stadt insgesamt 952.000 Euro. Gut 81 Prozent davon seien durch Fördermittel gedeckt: 463.000 Euro Festbetragsfinanzierung, 250.000 Euro zusätzliche Mittel des Freistaates, 60.000 Euro vom Landkreis sowie 1200 Euro Spenden.
Den Auftakt der Beschaffung bildete laut Stadt der Neujahrsempfang 2025. Die Gäste kamen damals an der alten Drehleiter vorbei, Stadtwehrleiter Rico Jurke erläuterte Eckdaten zum Einsatz eines solchen Fahrzeugs. Eine Kartenkampagne begleitete das Vorhaben über das Jahr. Im September und Oktober 2025 folgten Verhandlungen, Ende 2025 stand die Finanzierung fest, im Juni 2026 lag der vollständige Zuwendungsbescheid vor. Die Stadt führt das Tempo auf die enge Abstimmung zwischen dem Sächsischen Innenministerium, dem Landkreis Görlitz und der Stadt zurück.
Feuerwehrtechnisches Zentrum für rund 1,1 Mio. Euro saniert
Parallel wurde das Feuerwehrtechnische Zentrum erneuert. Rund 1,1 Millionen Euro flossen nach Angaben der Stadt in ein neues Dach mit Photovoltaikanlage, die Fassade, eine neue Heizung, einen Abscheider, eine Brandfrüherkennungsanlage sowie Netzwerktechnik für Funk und Einsatzkommunikation. Die Sanierung lief über die Städtebauförderung mit einer Förderquote von 90 Prozent statt der üblichen 66 Prozent. Die Arbeiten sind abgeschlossen.
Die Schulungen für das neue Fahrzeug organisierten die Kameraden laut Stadt ehrenamtlich und eigenständig; sie dauerten keine zwei Monate. Auf der Drehleiter ist zudem die Stadtsilhouette angebracht. Sie soll aus Sicht der Stadt zeigen, dass das Fahrzeug „für unsere Stadt und für unsere Bürger“ im Einsatz ist.
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