AfD bleibt stärkste Partei: Großer Vorsprung vor der Union – Grüne mit bestem Ergebnis seit Langem
Stand: 18.08.2026, 21:25 Uhr
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Einer neuen YouGov-Umfrage zufolge bestätigt die AfD ihren Trend als derzeit beliebteste Partei in der Wählergunst. Die Grünen können zulegen. Quo vadis, Union?
München – Wie steht es um die politische Stimmung unter Wählern in Deutschland? Dieser Frage nehmen sich diverse Institute für Meinungsforschung Monat für Monat oder gar Woche für Woche neu an. So auch der Datenanalyse- und Marktforschungsdienst YouGov, der regelmäßig seine Sonntagsfrage, „Wen würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“ an Wahlberechtigte richtet.
Und gen Ende des zweiten Quartals 2026 bestätigt sich darin ein Trend, der sich auch besonders in den vier Monaten zuvor verfestigte: Die AfD bleibt in der YouGov-Sonntagsfrage für August stabil den fünften Monat in Folge stärkste Kraft vor allen anderen Parteien. Abseits dessen sorgten aber auch die Grünen für eine Überraschung.
AfD untermauert Spitzenposition in YouGov-Sonntagsfrage mit Abstand zu CDU/CSU
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden der YouGov-Sonntagsfrage für August zufolge 28 Prozent der Wähler hierzulande die AfD wählen. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Zugewinn von einem Prozentpunkt. Damit hat die AfD in der Wählergunst acht Prozentpunkte Vorsprung vor der Union. CDU/CSU bleiben ohne Veränderung zum Juli bei 20 Prozent.
Ebenfalls ohne Veränderungen zum vorangegangenen Monat bleiben SPD und Die Linke: Sie liegen gleichauf bei zwölf Prozent. Die Grünen konnten im Vormonatsvergleich einen Prozent in der Wählerzustimmung gut machen und kommen im Rahmen der YouGov-Sonntagsfrage für August auf 15 Prozentpunkte. Was ein geringer Zugewinn sein mag, hat aber dennoch Effekte: Denn damit fahren die Grünen das beste YouGov-Umfrageergebnis seit Januar 2025 ein.
FDP bestätigt Trend und liegt in YouGov-Sonntagsfrage knapp über der Fünf-Prozent-Hürde
Unterdessen dürfte die YouGov-Sonntagsfrage für August die Hoffnungen einer anderen Partei auf einen Wiedereinzug in den Bundestag noch konkretere Formen annehmen lassen: der FDP. Die Liberalen kommen schon wie im Juli auf fünf Prozent und bestätigen damit, wieder ein ernsthafter Anwärter auf das Überschreiten der Fünf-Prozent-Hürde bei einer Bundestagswahl zu werden.
Tiefer unter jene Grenze fällt dagegen das BSW: Die von Ex-Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht gegründete Partei verliert einen Prozentpunkt gegenüber dem Ergebnis der YouGov-Sonntagsfrage vom Juli und kommt gegenwärtig auf drei Prozent. Insgesamt fünf Prozent der Wähler würden sich dagegen für eine andere Partei („Sonstige“) aus der politischen Landschaft entscheiden.
Durchgeführt wurde die YouGov-Befragung, bei der 1744 von insgesamt 2091 wahlberechtigten Befragungsteilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben, zwischen dem 14. und 17. August. Als Fehlertoleranz für die Sonntagsfrage gab YouGov für einen Anteilswert von 50 Prozent eine Quote von plus/minus 2,35 Prozentpunkten und für einen Anteilswert von fünf Prozent plus/minus 1,02 Prozentpunkte an. (Verwendete Quelle: YouGov)