AfD-Spitzenkandidat fassungslos
Weggeputzte Deutschlandflagge bringt Ulrich Siegmund in Rage
In Magdeburg wurde eine aufgemalte Deutschlandflagge entfernt. Ulrich Siegmund, AfD-Kandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag, tobt. Er wittert die CDU hinter der Putzaktion. Die ist aber gar nicht dafür verantwortlich.
Publiziert: vor 24 Minuten
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Aktualisiert: vor 2 Minuten
Darum gehts
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- In Magdeburg sorgt das Entfernen einer gemalten Deutschlandflagge für Aufregung
- AfD-Politiker Siegmund kritisiert das «Demokratiefestival» als «Antifa-Grossveranstaltung»
- Polizei: Anzeige wegen Sachbeschädigung eingegangen
Marian NadlerRedaktor News
Am Sonntag wählt Sachsen-Anhalt. Glaubt man den Umfragen, dürften die Alternative für Deutschland (AfD) und ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) stärkste Kraft werden. Wenige Tage vor der Wahl filmt sich der Politiker am Freitag in Magdeburg – und gerät so richtig in Rage.
Der Grund: Mitten in der Grossstadt Magdeburg wird eine auf das Strassenpflaster gemalte Deutschlandflagge entfernt. «Unfassbare Bilder!», empört sich Siegmund in einem auf Youtube veröffentlichten Video mit dem Titel «CDU will keine Deutschlandflagge?», welches weit über eine Million Aufrufe hat. Für die Putzaktion macht er den Konkurrenten verantwortlich. Am Samstag will der amtierende CDU-Ministerpräsident Sven Schulze (47) in Magdeburg am «Demokratiefestival» teilnehmen. Das berichtet «Bild».
«Mehr Symbolik geht gar nicht»
«Ihr glaubt nicht, was hier gerade passiert», spricht Siegmund seine Follower in dem Kurzclip an. Dann stellt er die Deutschlandflagge als Protestaktion gegen das «Demokratiefestival» dar, in dem Siegmund eine «Antifa-Grossveranstaltung» sieht. Sie sei erst «in der Nacht» zu Freitag auf den Boden gemalt worden. Siegmund behauptet weiter, auf der Veranstaltung herrsche ein «striktes Verbot von Deutschlandfahnen». Siegmund bilanziert: «Mehr Symbolik geht gar nicht.»
«Bild» hat die Behauptungen des Rechtsaussen einem Faktencheck unterzogen. Die Magdeburger Polizei geht davon aus, dass die von Siegmund erwähnte Fahne schon «rund um den CSD» gemalt wurde. Der CSD fand bereits am 22. August statt. Anschliessend ist eine Anzeige wegen Sachbeschädigung eingegangen. Das «Demokratiefestival» gilt als Gegenveranstaltung zur Abschlusskundgebung der AfD mit den Parteichefs Alice Weidel (47) und Tino Chrupalla (51).
Wer hat die Fahne weggeputzt?
Sind Deutschlandfahnen wirklich verboten? Ein behördliches Verbot gibt es nicht. Der Veranstalter möchte jedoch weder Partei- noch Nationalflaggen.
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Und wer hat die Fahne am Boden letztlich weggeputzt? Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. «Wir sind als Eigentümer für die Entfernung zuständig», so eine Sprecherin zu «Bild». Die Putzaktion habe «keine politische Dimension», es gehe um Denkmalschutz.