VW-Aktie: Warum boomte mit einem Mal die Autobauer-Aktie?
Sieben Prozent Zuwachs in nur einem Monat machten den Autobauer zum erfolgreichsten Dax‑Titel. Zumindest bis Freitagabend. Die Aktie war aber schon länger in einer guten Ausgangsposition.
Kolumnist Ulf Sommer: Er analysiert für das Handelsblatt Aktien- und Bilanzkennzahlen. Foto: Marc-Steffen Unger, Getty Images [M]
Düsseldorf. Gut ein Prozent hat der wichtigste deutsche Aktienindex, der Dax, auf Sicht eines Monats verloren. Zwei wichtige Gründe dafür sind die steigenden Ölpreise und Zinsen. Beides ist schlecht für Unternehmen und Konsumenten. Währenddessen hatte sich ausgerechnet einer der größten Dauerverlierer der vergangenen Jahre an die Spitze gesetzt: VW mit einem Zuwachs von sieben Prozent. Niemand performte besser im Dax.
Bis dahin zeigte sich ein anderes Bild: Nachdem die Aktie in den vergangenen fünf Jahren mehr als die Hälfte an Wert verloren hatte, honorierten Anleger, dass das Management trotz des traditionell starken Widerstands des Betriebsrats harte Einschnitte ergreift, um die Effizienz im Konzern zu steigern.
Das ist dringend notwendig, denn seit 2022 ist der Nettogewinn in nur drei Geschäftsjahren um 56 Prozent gefallen, die Dividende um 40 Prozent. Grund dafür sind Überkapazitäten, zu hohe Kosten, teure und wenig gefragte Automodelle und zu wenig Tempo bei der Umstellung auf wettbewerbsfähige Elektroautos.

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