Andere Pläne
Klosterhalfen zieht sich vorerst von der Bahn zurück
00:00
/
02:05
22.07.2026 | 13:19 Uhr
Vor vier Jahren stürmt Konstanze Klosterhalfen zum EM-Titel über 5000 Meter. Auf der Bahn wird sie vorläufig nicht mehr zu sehen sein, auch nicht am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum.
Die frühere 5000-Meter-Europameisterin Konstanze Klosterhalfen wird nicht bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende in Bochum laufen und verzichtet auch auf einen Start bei der EM Mitte August in Birmingham. Die 29 Jahre alte Leverkusenerin will sich lieber auf den Straßenlauf konzentrieren, wie sie in einem Interview des Portals "web.de" mitteilte.

1:10
Hier knackt Sprint-Talent Gout Gout Bolts Jugendrekord
"Eigentlich war der Plan, eine kurze Bahn-Saison mitzunehmen. Dann wollten wir jedoch kein Risiko eingehen, da die Belastung auf der Bahn immer noch intensiver ist", erklärte Klosterhalfen, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen und Rückschlägen zu kämpfen hatte. "Schade um die EM und die deutschen Meisterschaften, die fast zu Hause stattfinden", sagte die frühere WM-Dritte mit Blick auf die Titelkämpfe im Wattenscheider Lohrheidestadion.
Im Frühjahr Rekord auf der Straße
Der Rückzug ist aber nur ein vorläufiger. "Nächstes Jahr werde ich wieder auf die Bahn zurückkehren", kündigte Klosterhalfen an. 2027 finden in Peking die nächsten Weltmeisterschaften statt. Die vergangenen Großereignisse hatte die Europameisterin von 2022 verpasst.
Ein EM-Start in Birmingham stand zu Beginn dieses Jahres eigentlich noch auf ihrem Plan. "Aber es gibt noch viele Möglichkeiten, etwa Straßenrennen oder die Straßen-WM", erklärte Klosterhalfen zu Beginn des Jahres. Im April steigerte Klosterhalfen ihren deutschen Rekord über zehn Kilometer auf der Straße auf 30:37 Minuten, bei einem Meeting zuletzt in Tübingen konnte sie über 5000 Meter aber nicht um den Sieg mitlaufen. Bei den deutschen Meisterschaften vor einem Jahr in Dresden belegte sie Platz drei.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa