Stand: 19.07.2026, 12:53 Uhr
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Erst mit dem Zug, dann mit dem Fahrrad. Eine Route in NRW lässt einen in eine andere Welt reisen und in jahrtausendealte Geschichte eintauchen.
Duisburg/Xanten – Wer heute mit dem Rad durch die Felder bei Xanten-Birten fährt, hat vermutlich keine Vorstellung von dem, was unter ihm liegt. Vor über 2000 Jahren befand sich hier nämlich etwas Historisches: eines der größten Legionslager der Römer. Mit Platz für bis zu 10.000 Soldaten, was ungefähr zwei Legionen entsprach. Eine Reiseroute von Duisburg aus lässt einen genau dort ankommen, wo diese Geschichte beginnt. Und führt anschließend mit dem Rad mitten hindurch.

Der Tourismusverband NRW schlägt folgende Route vor: Der RE 31 startet am Duisburger Hauptbahnhof und fährt über Rheinhausen, Moers, Rheinberg und Alpen bis nach Xanten. Fahrräder sollen unterwegs reichlich Platz haben. Direkt am Bahnhof Xanten beginnt das Hauptziel der meisten Reisenden: der Archäologische Park Xanten (APX), errichtet auf den Fundamenten der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana. Dazu gehört das LVR-RömerMuseum. Wer Zeit hat, sollte hier übernachten, denn Xantens Altstadt mit Dom und Siegfried-Museum lohnt sich für einen eigenen Tag. Als Übernachtungsstätte bietet sich das historische Klever Tor aus dem 14. Jahrhundert an, um noch tiefer in die Welt der Römer einzutauchen.
Auf den Spuren der Römer in Xanten
Die Radtour selbst beginnt an der Kriemhildmühle in der historischen Stadtmauer, wo es auch Verpflegung für unterwegs gibt. Von dort führt die Römer-Lippe-Route am Xantener Südsee vorbei Richtung Osten – dem Weg der römischen Legionen folgend. Ein Abstecher lohnt zum Amphitheater im Ortsteil Birten, direkt am Fürstenberg, unter dem die Reste des Legionslagers Vetera liegen.
Weiter geht es durch flaches Gelände am Naturschutzgebiet Bislicher Insel vorbei, dann am LVR-Niederrhein-Museum und der Zitadelle in Wesel. Am Wesel-Datteln-Kanal entlang erreicht die Route schließlich Dorsten. Die Rückfahrt gelingt mit dem RE 14 bis Essen.
Die Route zeigt: Geschichte muss man nicht im Museum suchen. Manchmal reichen ein Fahrrad und das Wissen um historische Plätze.
Nicht nur diese Strecke führt in eine andere Welt. Mit dem RE 22 geht‘s von Köln aus in kurzer Zeit mitten in die Wildnis NRWs – in den Nationalpark Eifel. In Münster-Nienberge liegt ein Gräftenhof, der auf jahrhundertelange Geschichte zurückblickt.