Augenzeugen erzählen von Schüssen an Aarauer Rave
«Ich dachte, es sei Feuerwerk»
In Aarau wurden in der Nacht auf Sonntag an einer Rave-Party mehrere Schüsse abgegeben. Die Situation ist nach wie vor unklar – Augenzeugen erzählen von dem Erlebten.
Publiziert: 07:36 Uhr
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Aktualisiert: vor 14 Minuten
Am frühen Sonntagmorgen fallen bei einem Rave in Aarau Schüsse. Die Polizei bestätigt im Zusammenhang mit dem Ereignis ein Todesopfer und fünf, zum Teil schwer verletzte Personen. Der Einsatz dauert noch an, die Fahndung läuft. Neben zahlreichen Polizisten, Rettungskräften und Care-Teams ist auch ein Superpuma der Armee in der Aargauer Kantonshauptstadt im Einsatz.
Eine Leserin meldete sich bereits kurz nach 2.30 Uhr früh. Auf einem Video hört man Schüsse. Ein Blick-Leser erlebte den Vorfall mit. «Um halb drei war plötzlich die Musik fertig und nach ein, zwei Minuten hörte ich plötzlich die Schüsse», erklärte er. «Ich dachte, es sei Feuerwerk und habe mir nichts dabei gedacht.»
«Es war schrecklich»
Ein Mann, den er nicht kannte und der in Begleitung einer Frau war, wies ihn daraufhin an, sich hinter einem Kühlschrank zu verstecken. «Ich dachte mir: ‹Für was?› Es ist ja nur Feuerwerk.» Als er daraufhin das Zelt verliess und durch den Hof lief, prallte ein Schuss am Dach ab. «Ich rannte zu der Frau zurück. Sie wurde getroffen. Wir versuchten, sie zu reanimieren, doch sie verblutete vor unseren Augen.»
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Von anderen habe er mitbekommen, man habe bei den Autos draussen einen «Schatten» mit Sturmgewehr gesehen, der in Richtung des Walds davonrannte. Selbst beobachtete der Leser diese Szenen nicht. Er wurde in eine nahe liegende Turnhalle gebracht. «Als die Polizei kam, wurden wir alle in eine Turnhalle gebracht und befragt. Ich bin erst vorhin gerade nach Hause gekommen. Es war schrecklich.»
«Alle runter!»
Eine weitere Frau berichtet von einer Freundin, die vor Ort war und das Geschehene miterleben musste. Sie habe ihr gegen 4 Uhr mitgeteilt, dass es eine Schiesserei gegeben habe. Zunächst hätten die Besucher die Knalle für Feuerwerk gehalten, da sie Funken an der Decke gesehen hätten. Dann habe jemand «Alle runter!» gerufen. Die Gruppe habe sich daraufhin unter dem DJ-Pult versteckt.
Eine Freundin ihrer Begleiterin sei anschliessend aus dem Versteck gekommen und habe versucht, eine am Boden liegende Frau zu reanimieren – erfolglos, schreibt die Leserin.