Stand: 31.07.2026, 14:10 Uhr
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Die Zahl der Infizierten mit dem West-Nil Virus in Südeuropa steigt. Das Auswärtige Amt hat deshalb jetzt seine Reisehinweise für zahlreiche südeuropäische Länder aktualisiert und verraten, wie man sich am besten vor einer Infektion schützt.
Wer in diesem Sommer in einigen Ländern Südeuropas Urlaub macht, sollte sich auch gegen Mücken schützen. Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für Italien, Frankreich, Griechenland und weitere Länder angepasst und warnt Reisende nun auch vor dem durch Mücken übertragenes West-Nil-Fieber.
Hintergrund sind die steigenden Infektionszahlen, vor allem in Italien und Griechenland. Wie die „Zeit“ berichtet, gibt es laut der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC in Europa derzeit 81 Fälle, alleine 46 davon aus Italien. In Griechenland haben sich 21 Menschen infiziert.
In diesen europäischen Ländern sind Infketionen mit dem West-Nil-Virus möglich
In den Reisehinweisen zu Italien, Frankreich, Spanien, Österreich, Ungarn, Albanien, Zypern, Nordmazedonien und Griechenland warnt das Auswärtige Amt vor saisonalen Ausbrüchen des West-Nil-Fiebers. Reisende sollen sich vor allem tagsüber und bei einsetzender Dämmerung vor Mückenstichen schützen.
Das gelingt am besten mit Insektenabwehrmitteln für die Haut, die auf Diethyltoluamid (= DEET) und Icaridin basieren. Auch lange, helle Kleidung schützt, die idealerweise zuvor mit Insektenabwehrmittel imprägniert wird. In Rumänien besteht laut dem Auswärtigen Amt darüber hinaus landesweit die Gefahr, sich zwischen Frühjahr und Herbst mit West-Nil-Fieber zu infizieren.
So verläuft eine Erkrankung mit dem West-Nil-Virus
Bei dem West-Nil-Fieber handelt es sich um eine Virus-Erkrankung, die vor allem durch Stechmücken übertragen wird. In den meisten Fällen verläuft eine Infektion symptomlos. Laut Robert Koch-Institut entwickeln etwa 20 Prozent der Infizierten eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung, die etwa drei bis sechs Tage andauert.
In seltenen Fällen kann sich eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) entwickeln. Nur einer von 100 Infizierten erkrankt schwer an einer neuroinvasiven Form der Erkrankung. Diese kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Gegen das West-Nil-Fieber gibt es keine Impfung. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)