Balea: So schaffte es die belächelte Eigenmarke zur Benchmark der Branche

Balea-Produkte, Geschäftsführerin Erbe: Zwischen Juni 2022 und Juni 2026 hat Balea im Umsatz 47 Prozent zugelegt. Foto: PR [M]

Balea: So schaffte es die belächelte Eigenmarke zur Benchmark der Branche

Einst als Billigprodukt verschrien, wächst Balea schneller als viele Herstellermarken. Wie hat die Drogeriekette dm das geschafft? Die Erfolgsfaktoren – und die Gefahren.

Karlsruhe, Düsseldorf. 6,7-mal pro Jahr, also mehr als jeden zweiten Monat: So häufig landet ein Produkt von „Balea“ im Warenkorb eines deutschen Käufers. Das zeigen Zahlen des Marktforschers Yougov. Die dm-Eigenmarke hat in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Weg hingelegt. Von der „weißen Ware“ hin zu einem eigenen Markenversprechen und einer Innovationsgeschwindigkeit, die traditionelle Markenhersteller alt aussehen lässt.

Balea – das bedeutet längst nicht mehr nur einfache Duschgels für 55 Cent oder eine Gesichtscreme für 1,15 Euro. Balea, das heißt nun auch: koreanische Skincare in der Drogerie, medizinisch angehauchte Gesichtspflege, eine „Professional“-Haarserie. In einer aktuellen Studie bezeichnet die Beratung Porsche Consulting Balea als „category-defining outlier“ – eine Eigenmarke, die die Kategorie neu definiert.

Wie viel bei Balea ist gute Markenarbeit – und wie viel Einfluss hat die Händlermacht von dm? Und was tut die Konkurrenz? Das Handelsblatt hat sich die Erfolgsfaktoren von Balea angeschaut.

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