Nahost-Meldungen
Bericht: Erneut Schiff in Straße von Hormus unter Beschuss
Ein Tanker wurde beschossen, die Besatzung befindet sich in Sicherheit. Indes schickt das Pentagon laut Medienberichten eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe in den Nahen Osten
Hormus – Ein Tanker ist einem Bericht zufolge beim Durchfahren der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, brach ein Feuer aus. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden. Über den genauen Umfang der Schäden und mögliche Folgen für die Umwelt war zunächst nichts bekannt. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Donnerstagabend (Ortszeit). Bisher hat niemand den Angriff für sich reklamiert.
In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormus kam es zuletzt regelmäßig wieder zu Beschuss. Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Auch das US-Militär hatte zivile iranische Schiffe attackiert.
Neue Angriffe "möglich"
Unterdessen schickt das Pentagon laut Medienberichten eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe und weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten. Das berichten das Wall Street Journal und das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-Beamte. Es werde erwartet, dass neu entsandte Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen. Laut Wall Street Journal stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9000 bis 10.000 Soldaten auf.
Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem Time-Magazin, sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: "Möglich".
Dritter Flugzeugträger
Das WSJ und Axios berichteten übereinstimmend, der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt habe seinen Heimathafen in San Diego am Sonntag verlassen. Am Montag seien weitere Schiffe – darunter ein amphibisches Angriffsschiff – ausgelaufen, hieß es.
Die USA haben bereits die Flugzeugträger USS George H.W. Bush und USS George Washington im Nahen Osten. Falls diese dort bleiben, nachdem der dritte Flugzeugträger dort eintrifft, wäre es laut Wall Street Journal das erste Mal seit April, dass die USA dort mit drei Flugzeugträgerkampfgruppen präsent sind. Die nun in Richtung Naher Osten entsandten Soldaten kämen zu den mehr als 50.000 Soldaten hinzu, die sich dort bereits aufhielten, zitiert die Zeitung einen US-Beamten.
Explosionen in Sanaa
Im Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter. Der Houthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Davor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen an der Seite der offiziellen Regierung gegen die Houthi-Miliz kämpft, erklärt, man habe zwei ballistische Raketen und vier Drohnen der Houthi über den Städten Chamis Muschait und Dschasan im südlichen Saudi-Arabien abgefangen. (APA, red, 2.10.2026)
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