Stand: 13.07.2026, 15:15 Uhr

Mit der neuen Software „Dealer Uptime Services“ will die Nutzfahrzeugsparte von Ford kleineren und mittleren Betrieben beim Flottenmanagement unter die Arme greifen. Der örtliche Händler wird zum Kümmerer, die Ausfallzeiten sollen sich um 50 Prozent reduzieren.
SP-X/Freiburg. Für die Verantwortlichen bei Ford Pro, der Nutzfahrzeugsparte des Autoherstellers, ist es die wichtigste Vorstellung des vergangenen Jahrzehnts. Aber es geht nicht etwa um ein neues Fahrzeug, sondern um ein Software-Tool, das kleinere und mittlere Betriebe kostenlos bei der Betreuung ihrer Fahrzeuge unterstützt. „Dealer Uptime Services“, soviel steckt schon im Namen, soll die Uptime, also die Verfügbarkeit des Fahrzeugs im laufenden Betrieb erhöhen. Die Idee ist, dass sich der lokale Ford-Händler um die Kundenfahrzeuge kümmert – und zwar bevor diese im schlimmsten Fall irgendwo auf der Straße stehen bleiben.
Vor einem Jahr begann die Pilotphase des Projekts. Beteiligt waren bundesweit 16 Ford-Händler, darunter Ernst+König aus Freiburg, einem der großen Händler im Südwesten, in dessen Räumen nun auch die Markteinführung von Dealer Uptime Services stattfand. Kern der Software ist der Zugang zu den Fahrzeugdaten der Kunden, die dann vom Händler ausgewertet werden. „Wir prüfen drei Mal am Tag den technischen Zustand der Fahrzeuge“, so Valdrin Gashi vom Autohaus Ernst+König.
Der Händler sieht aktuelle Warnmeldungen, aber auch den Wartungszustand der Fahrzeuge und kann so tätig werden, bevor ein Defekt auftritt. „Sollten wir Auffälligkeiten feststellen, setzen wir uns mit dem Kunden in Verbindung und veranlassen alles weitere“, erklärt Gashi. Dies könne vom Software-Update vor Ort bis zur Terminierung eines Werkstattaufenthalts zur Reparatur reichen. Die Ausfallzeiten eines Fahrzeugs werden planbarer und damit kürzer.
„Nach unseren Berechnungen können sich die Ausfallzeiten um 50 Prozent reduzieren“, erklärt Wilhelm Buchmüller, Ford Pro Direktor für Deutschland, Österreich und Schweiz. „Unser Anspruch ist es, nicht nur die besten Nutzfahrzeuge anzubieten, sondern auch die besten Service-Leistungen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Einsatzzeit der Fahrzeuge, also ihre Uptime, zu erhöhen“, so Buchmüller.
Die Software bietet bietet Vorteile für die Werkstätten, weil Termine besser koordiniert und die Auslastung optimiert werden kann, aber insbesondere mehr Sicherheit und Planbarkeit für die Kunden. Ulrich Reichenbach, Geschäftsführer eines regional bekannten Metzgereibetriebs, der mit seinen rund 30 Fahrzeugen ebenfalls am Pilotprojekt teilgenommen hat, beschreibt die Kundenvorteile: „Wir müssen nicht mehr den Zustand unserer Flotte überprüfen oder uns um Service-Termine kümmern. So sparen wir Zeit, sprich Geld, und können uns auf unser Geschäft konzentrieren.“ Gerade für seinen Betrieb, der einige Kühlfahrzeuge im Einsatz hat, die nicht spontan ersetzt werden können, sei Planbarkeit und schneller Ersatz – falls erforderlich – äußerst wichtig.
Reichenbach findet es für seinen Betrieb auch förderlich, dass jederzeit ein Überblick der Fahrzeugdaten zur Verfügung steht. Bei wechselndem Fahrpersonal komme ansonsten gerne mal ein notwendiger Wartungsdienst unter die Räder. Zwei weitere Services spielen ebenfalls eine Rolle, die Ford Pro weiter intensivieren will: den mobilen Service sowie die flächendeckende Versorgung mit Spezialfahrzeugen, der „Ford Pro Mobility“. Für den mobilen Service sind derzeit bundesweit 93 Fahrzeuge im Einsatz, die von den Händlern vorgehalten werden. Bis Ende des Jahres sollen es 100 werden. Mit diesen rollenden Werkstätten ließen sich nach Angaben von Ford Pro „80 Prozent aller geplanten Arbeiten, also Wartung, Ersatzteilwechsel oder Software-Updates“ direkt beim Kunden erledigen.
„Ford Pro Mobility“ greift ein, wenn ein Fahrzeug trotz datenbasiertem und proaktivem Service liegengeblieben ist. Das Service-Netz mit rund 100 Standorten, das von der Stegmaier Group in Kirchberg gemanagt wird, hält dafür deutschlandweit Spezialfahrzeuge – etwa Kipper oder Kühltransporter – als Ersatz bereit. Die können kurz- aber auch langfristig gemietet werden. Ziel ist es, für jedes ausgefallene Fahrzeug innerhalb von vier Stunden Ersatz anzubieten.
Dieser Artikel entstand in Kooperation mit SPS Spot Press Services.