Stand: 11.10.2026, 21:00 Uhr
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Der 10. Spieltag der Fußball-Bezirksliga ist in den Büchern: Während der TV Neuenkirchen und der TuS Wagenfeld Siege feierten, setzte es für Sudweyhe und Weyhe Niederlagen. Remis spielten Seckenhausen und Hoya – und auch der FC Sulingen kam gegen den Tabellenletzten Rehburg nicht über ein Unentschieden hinaus.
Sudweyhe
TV Neuenkirchen - SV G-W Stöckse 3:0 (3:0)
Keine Zweifel wollte der TV Neuenkirchen am Freitag aufkommen lassen, wer den Platz am Ende als Sieger verlassen wird. Und das klappte perfekt. Dank einer bärenstarken ersten Halbzeit gewann der Fußball-Bezirksligist sein Heimspiel gegen Aufsteiger SV GW Stöckse. Mit 3:0 (3:0) siegte die Mannschaft von Trainer Mustafa Cali – sehr zur Freude des Trainers. „Wir haben dominiert und praktisch nichts zugelassen“, sagte Cali.
Stenogramm
TV Neuenkirchen - SV GW Stöckse 3:0 (3:0) - Neuenkirchen: Y. Klenke - Willenborg, Marvin Luchtmann, Harms, Sengönül, Fröhlich, Kube, Feßner, Dettmer, Sikut, Bahll. Tore: 1:0 (31.) Fröhlich, 2:0 (34.) Willenborg, 3:0 (45.+1) Dettmer. Schiedsrichter: Maik Brandes (FSV Adenbüttel Rethen).
Beide Teams hatten zunächst einige Zeit gebraucht, um sich auf den rutschigen Rasen einzustellen. Während Stöckse sehr tief stand und sich nur sehr selten gegen die spielerisch wie auch körperlich überlegenen Hausherren durchsetzen konnte, kombinierte sich der TVN immer gefährlicher an und in den Strafraum.

Nach Vorlage von Beytullah Sengönül traf Florian Fröhlich nach 31 Minuten zum 1:0. Anschließend ging es plötzlich Schlag auf Schlag. Drei Minuten später legte Nils Willenborg aus 16 Metern das schnelle 2:0 nach, und als Joris Dettmer mit einer Einzelaktion (45.+1) das 3:0 folgen ließ, gingen die Köpfe bei den Gästen nach unten. Neuenkirchen vergab nach der Pause noch mehrere Hochkaräter, verwaltete das Ergebnis aber mühelos.
SV Germania Helstorf - SV Wehye 3:2 (2:1)
Die Siegesserie des SV Weyhe in der Fußball-Bezirksliga ist nach drei Spielen zwar beendet, doch möglicherweise hat das 2:3 (1:2) beim SV Germania Helstorf in positiver Hinsicht sogar einen saisonentscheidenden Charakter. „Das hat uns ein Stück zusammengerückt“, war sich Co-Trainer Dominik Mahn sicher.
Denn schon nach 19 Minuten lag der Aufsteiger mit 0:2 hinten, kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück und erspielte sich gute Chancen, die Partie komplett zu drehen. Allerdings fiel der entscheidende Treffer auf der Gegenseite. „Unter dem Strich haben wir den Start ein wenig verpennt. Das hing uns etwas nach“, meinte Mahn.
Stenogramm
SV Germania Helstorf - SV Weyhe 3:2 (2:1) - Weyhe: Tedsen - Kirsch, Mayländer, Witt, Almak (90.+1 Schierenbeck), Cohrs, Tylla (78. Causo), Wieczorek, Hellmuth, Landwehr (78. Lampe), Gutsmann. Tore: 1:0 (8.) Kiedrowski, 2:0 (19.) Kiedrowski, 2:1 (21.) Wieczorek, 2:2 (62.) Wieczorek, 3:2 (74.) Koch. Schiedsrichter: Nils Kallina (Heesseler SV).
Nico Kiedrowski nutzte einen zu kurz geratenen Rückpass zum 1:0 (8.) und legte elf Minuten später das 2:0 nach. Weyhe reagierte jedoch stark: Jesse Wieczorek verkürzte per Distanzschuss (21.) und stellte nach einer Ecke per Kopf auf 2:2 (62.). Beinahe hätte Marius Witt die Partie kurz darauf gedreht, er scheiterte jedoch am rechten Pfosten.
Mitten in Weyhes Drangphase brachte Helstorf ausgerechnet ein Konter durch Leon Koch den Sieg (74.). „Es war mehr drin. Ich glaube, das war unser bestes Auswärtsspiel diese Saison“, lobte Mahn dennoch.
TuS Sudweyhe - TuS Wagenfeld 1:3 (0:1)
Am späten Sonntagnachmittag, um kurz nach 17 Uhr, musste Michael Hohnstedt mal eben raus aus der Kabine des TuS Wagenfeld. Seine Bezirksliga-Spieler hatten sich zum obligatorischen Siegerbild versammelt und krakeelten herum. Und der Coach brauchte ein bisschen weniger Lautstärke, um über das 3:1 (1:0) beim TuS Sudweyhe zu sprechen. „Wir haben heute insgesamt sehr erwachsen gespielt. Aber das Gegentor ärgert mich als Perfektionisten natürlich ein bisschen“, sagte Hohnstedt mit einem Schmunzeln. Sein Kollege Saimir Dikollari war trotz der Niederlage auch nicht übermäßig unzufrieden: „Was Einsatz und Wille angeht, war das ein klarer Schritt nach vorne. Wagenfeld hat verdient gewonnen, aber wir haben gut dagegengehalten. Ich nehme viel Positives mit.“
Im ersten Durchgang auf dem Sudweyher Kunstrasen hatte Madun Manka die erste große Chance, doch TuS-Keeper Frederic Schoppe parierte den strammen Schuss des Wagenfelders (3.). Ansonsten gab es zunächst nicht viel Brenzliges vor den beiden Toren. Wagenfeld hatte ein leichtes Übergewicht, Sudweyhe versuchte es bei Ballgewinnen mit schnellem Umschalten. Doch der letzte Pass kam meistens nicht an. „Da waren wir zu unruhig“, meinte Dikollari. Routinier André Krause gelang dann auf der anderen Seite das 1:0 für die Gäste. Felician Günther hatte sich auf links stark durchgesetzt und flach in die Mitte gepasst. Dort schob Krause überlegt ein (17.).

Nach der Pause „haben wir sehr intensiv gepresst und Sudweyhe fast erdrückt“, lobte Hohnstedt. Die Ausbeute der Drangphase: zwei Treffer. Erst köpfte Luca Storck nach einer Ecke von Alexander Nandzik das 2:0 (57.), wobei Dikollari zuvor „ein klares Foul“ an seinem Abwehrspieler Niklas Behrens gesehen hatte. Und dann schob Finn Kastens dem Wagenfelder Torjäger Chris Brüggemann den Ball direkt in die Füße. Brüggemann musste aus kurzer Distanz nur noch ins Tor schießen (61.).
Mit der beruhigenden Führung im Rücken schalteten die Gäste jedoch ein paar Gänge runter, was Hohnstedt nervte: „Stockfehler, keine Konzentration – die letzten 20 Minuten haben mir nicht mehr gefallen.“ Dikollari dafür umso besser: „Das hat Mut und Spaß gemacht.“ Mehr als das 1:3 durch den A-Jugendlichen Luan Demolli (87.), der von einem Ausrutscher Günthers profitierte, sprang jedoch nicht heraus.
Stenogramm
TuS Sudweyhe - TuS Wagenfeld 1:3 (0:1) - Sudweyhe: Schoppe - Witte, Traemann, Mehrtens, Engler, Kastens, Tettenborn (77. Groß), N. Behrens (62. Demolli), Kehlenbeck, Kruse, Contu (65. Göldner). Wagenfeld: Nolting - Nandzik, Fortkamp, Krause, Suljevic, Günther, Storck (77. Scheland), Madun, Kwasnicki (65. Fiedler), Brüggemann, Steiner (65. Klester). Tore: 0:1 (17.) Krause, 0:2 (57.) Storck, 0:3 (61.) Brüggemann, 1:3 (87.) Demolli. Schiedsrichter: Pius Göbberd (TSV Aschen).
FC Sulingen - RSV Rehburg 2:2 (2:1)
„Die Enttäuschung ist schon groß“, gab Fynn Semper am Sonntagabend nach dem 2:2 (2:1) seines FC Sulingen gegen den Tabellenletzten RSV Rehburg unumwunden zu. Der Co-Trainer, der an diesem Tag den im Urlaub weilenden Stefan Rosenthal an der Seitenlinie vertrat, haderte zum einen mit dem zu häufig „unsauberen Spiel“ seiner Mannen, zum anderen mit der fehlenden Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
Denn nach dem frühen Rückstand (7.) waren die Hausherren das dominante Team. „Da waren wir einmal nicht wach“, ärgerte sich Semper über das 0:1, bei dem seine Hintermannschaft eine Hereingabe der Rehburger nicht geklärt bekam und Jarno-Leon Jalkh für die Gäste traf. „Ansonsten haben wir nicht viel anbrennen lassen.“ Im Gegenteil: Erst traf Lukas Lohmeyer nach einer Flanke von Maksim Ditmann per Kopf zum Ausgleich (16.), dann legte Ditmann selbst zum 2:1 nach (32.) – ebenfalls per Kopf, nach Flanke von Maurice Krüger.

Ditmann hätte in Halbzeit zwei zum Mann des Tages werden können, scheiterte jedoch zweimal (55./80.) und verpasste somit die Entscheidung. Zu allem Sulinger Überfluss sah Frithjof Lohmeier auch noch die Gelb-Rote Karte (67./Schwalbe und Foulspiel) – und Rehburg glich in Person von Faruk Barbaros nach einer Ecke noch aus (79.).
Stenogramm
FC Sulingen - RSV Rehburg 2:2 (2:1) - Sulingen: Poda - B. Könker, Kastens, D. Könker, Zerfowski, Grunert (80. Rosenthal), Lohmeier, Ditmann, Lohmeyer, Michael Krüger (70. Scholtes). Tore: 0:1 (7.) Jalkh, 1:1 (16.) Lohmeyer, 2:1 (32.) Ditmann, 2:2 (79.) Barbaros. Schiedsrichter: Julian Laurin Krisp (Schwarz-Weiß Enzen).
TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - SG Hoya 1:1 (1:0)
Jubel bei der SG Hoya, große Enttäuschung bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Unterschiedlicher hätten die Gemütslagen nach dem 1:1 (1:0) in der Fußball-Bezirksliga nicht sein können. „Der Punkt ist für uns natürlich superglücklich“, meinte SG-Trainer Hosan Houra. Sein Gegenüber, Lukas Amelang, haderte: „Das ist heute natürlich extrem bitter für uns.“ Bitter zum einen, weil es die TSG auf heimischem Kunstrasen „eigentlich gut gemacht hat“, wie Seckenhausens Trainer meinte, zum anderen, weil der Ausgleichstreffer für die Gäste erst in der 90. Spielminute fiel.
Doch der Reihe nach: Die Hausherren hatten in Halbzeit eins „gefühlt 85 Prozent Ballbesitz“, im letzten Drittel fehlte allerdings zu häufig die Durchschlagskraft. Nicht so in der 32. Spielminute: Patrick Zielienski setzte sich über links durch, bediente den mitgelaufenen Jan Kaufmann, der den Ball einmal gut mitnahm und am Fünfer auf Enno Beckmann querlegte. Der 19-jährige Angreifer schlug noch einen Haken und verwandelte. „Super schön herausgespielt“, freute sich Lukas Amelang. Und auch Hosan Houra lobte: „Die machen das schon gut.“
Auch nach der Pause dominierte die TSG das Spiel, verpasste es aber, den Deckel draufzumachen. Zielinskis Abschluss von der Sechzehnerkante entschärfte SG-Keeper Cihan Gören gerade noch mit den Fingerspitzen (63.), Daniel Uzoechina zog knapp am Winkel vorbei (70.). Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke schlug Hoyas Gerrit Finn Jüttner eine Flanke in den Strafraum – und der eingewechselte Ridvan Gören köpfte den Ball in den Winkel. „Ein wunderschönes Tor“, schwärmte Houra, der nach dem nächsten Punktgewinn treffend festhielt: „Kleinvieh macht auch Mist.“ Amelang hingegen haderte: „Wir werden halt dafür bestraft, dass wir das zweite Tor nicht machen. Das ist schon sehr ärgerlich.“
Stenogramm
TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - SG Hoya 1:1 (1:0) - Seckenhausen-Fahrenhorst: Lutterklas - Sakulowski, Markart, Grone, Strier, Torbahn (89. Maas), Butt, Zielinski, Beckmann (69. Uzoechina), Bravo Correia, Kaufmann. Hoya: C. Gören - S. Houra, Sivan Haso (88. Kastrubin), Schumacher (57. M. Jüttner), G.-F. Jüttner, Mrowczynski (46. R. Gören), Finkbeiner, Hormann, Kowalewski (73. Sangare), Saad Haso, Heinz. Tore: 1:0 (32.) Beckmann, 1:1 (90.) R. Gören. Schiedsrichter: Morgan Düren (TSV Süstedt).
SV Bruchhausen-Vilsen - SV B-E Steimbke 0:4 (0:1)
Der SV Bruchhausen-Vilsen muss momentan „sehr viel investieren für ein Tor“, urteilte Trainer Sascha Jäger. Doch am Sonntagnachmittag erfuhren die Bezirksliga-Fußballer und ihr Coach, wie es sich anfühlt, wenn alle diese Bemühungen am Ende gar nichts einbringen. Das letztlich deutliche 0:4 (0:1) auf eigenem Platz gegen den SV BE Steimbke war quasi Anschauungsunterricht in Sachen Effektivität. „Die haben aus sechs Chancen vier Tore gemacht“, stöhnte Jäger und ergänzte: „Das hat richtig gesessen heute, war ein echter Knockout. Eine sehr ärgerliche und miese Niederlage.“

Über weite Strecken habe sein Team ein ordentliches Spiel abgeliefert, fand der Vilser Trainer – aber eben nicht getroffen. Das schaffte nur Steimbke: Marco Thies sorgte für das 1:0 (29.). Und genau so ging es auch nach der Pause weiter. Erneut Thies (57.), Gabriel Czyborra (68.) und Bennet Blase (71.) erhöhten auf 4:0. „Zwischen dem 0:2 und 0:4 waren wir wirklich schlecht“, kritisierte Jäger.
Bezeichnend für diesen deprimierenden Nachmittag: Den Vilsern, die kurzfristig auf Nick Brockmann verzichten mussten, gelang trotz guter Gelegenheiten nicht mal das Ehrentor. Tom Köppener (78.) und Salam Garaf (82.) scheiterten beispielsweise am Innenpfosten.
Stenogramm
SV Bruchhausen-Vilsen - SV BE Steimbke 0:4 (0:1) - Bruchhausen-Vilsen: Wachtendorf - Mann, S. Garaf (85. M. Warnke), B. Meyer, W. Garaf (67. L. Glander), L. Meyer, J. Warnke (55. Wicke), Köppener, Fehse (67. Wacker), Plate (67. Köhler), Behrens. Tore: 0:1 (29.) Thies, 0:2 (57.) Thies, 0:3 (68.) Czyborra, 0:4 (71.) Blase. Schiedsrichter: Maximilian Hinze (TV Badenstedt).
SC Twistringen - STK Eilvese 3:1 (2:0)
Alles zum Coup der „Blaumeisen“ gegen den Tabellenführer lest ihr hier.