Mit „Blade Runner 2099“ geht das bekannte Cyberpunk-Universum in die nächste Runde, dieses Mal jedoch als Serie. Nun hat Showrunnerin Luisa erste Details zur Handlung verraten und erklärt, wie Ridley Scott das Projekt geprägt hat und was man visuell erwarten kann.
Update: Mittlerweile hat Amazon auch den ersten Teaser-Trailer zu „Blade Runner 2099“ veröffentlicht, der handfeste Einblicke in die Sci-Fi-Serie gewährt und den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.
Außerdem wurde auch der Release-Termin bestätigt: Entgegen der Annahme, dass es erst im nächsten Jahr losgeht, werden alle acht Episoden der ersten Staffel bereits am 25. November 2026 ihre Premiere auf Prime Video feiern.
Originalmeldung: Nachdem Harrison Ford als Rick Deckard bereits 1982 in Ridley Scotts „Blade Runner“ Jagd auf entkommene Replikanten machte, führte Denis Villeneuve das düstere Epos 2017 mit „Blade Runner 2049“ fort und ließ Ryan Gosling die Grenzen zwischen Mensch und Maschine weiter erforschen.
2021 wurde mit „Blade Runner 2099“ schließlich eine weitere Fortsetzung angekündigt. Der große Unterschied: Dieses Mal ist es kein Film, sondern eine Serie. Und nachdem es in den vergangenen Jahren vergleichsweise ruhig um das Projekt gewesen war, gab Showrunnerin Silka Luisa nun jede Menge frische Einblicke in die kommende Sci-Fi-Show, die 50 Jahre nach den Ereignissen von „Blade Runner 2049“ angesiedelt ist.
Die Menschheit hat verloren: Das neue Machtgefüge in 2099
Wer hoffte, dass sich die Lage für die Menschheit im späten 21. Jahrhundert verbessert hat, wird enttäuscht. Wie Luisa nämlich in einem ausführlichen Gespräch mit Entertainment Weekly enthüllte, haben sich die Verhältnisse in Los Angeles drastisch geändert. So dreht „Blade Runner 2099“ den Spieß um: Hier haben die Replikanten das Sagen.
„Es gab einen Replikanten-Aufstand, der sich scheinbar angestaut hat“, erklärte die Showrunnerin. „Und zwischen 2049 und 2099 ist genau das passiert. Der Krieg hat stattgefunden und die Menschen haben verloren. Unsere schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten. Die Replikanten sind jetzt die Strippenzieher der Stadt – und die Menschen sind Bürger zweiter Klasse.“
Damit greift die Serie die zentralen und bekannten Fragen des Franchise auf, dreht die Ausgangslage jedoch völlig um: Was bedeutet Menschlichkeit, wenn der Mensch selbst nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette steht?
Michelle Yeoh und Hunter Schafer im Fokus
Darüber hinaus schaffte Luisa auch zur Besetzung klare Fakten. Auf ein Wiedersehen mit Rick Deckard (Harrison Ford) oder K (Ryan Gosling) sollten Fans nicht hoffen, da die Serie zeitlich zu weit in der Zukunft spielt. Stattdessen übernehmen in „Blade Runner 2099“ zwei neue Hauptfiguren das Ruder:
Olwen, gespielt von Michelle Yeoh („Everything Everywhere All at Once“, „Star Trek: Discovery“) ist eine Replikantin und Blade Runnerin, die Jagd auf eine Gruppe abtrünniger Replikanten macht. Das Besondere: Sie steht kurz vor dem Ende ihrer viertägigen Lebensspanne und weiß genau, wann ihr letztes Stündlein schlägt.
Auf der anderen Seite steht Hunter Schafer („Euphoria“, „Die Tribute von Panem: The Ballad of Songbirds and Snakes“), die einen Menschen verkörpert, der sich auf der Flucht vor den Blade Runnern gezwungenermaßen als Replikant ausgeben muss.
Erste exklusive Bilder aus „Blade Runner 2099“, die Michelle Yeoh und Hunter Schafer in ihren Rollen zeigen, könnt ihr euch direkt bei Entertainment Weekly anschauen.
Unterdessen verglich Luisa das Schicksal von Olwen direkt mit einer Sci-Fi-Ikone: „Ihre Geschichte greift sehr stark die Roy-Batty-Story aus dem ersten Film auf. Nur erzählen wir sie diesmal aus der Perspektive des Replikanten.“
Unterstützung von Ridley Scott und ein neuer Look
Hinter den Kulissen erhält Luisa außerdem prominente Schützenhilfe: Neben Michael Green, Drehbuchautor von „Blade Runner 2049“, stand ihr auch Franchise-Schöpfer Ridley Scott persönlich als ausführender Produzent zur Seite.
„Es ist eine einmalige Gelegenheit im Leben, wenn dein Held sich mit dir zusammensetzt und dir erzählt, wie es war, deinen Lieblingsfilm zu drehen“, schwärmte Luisa über die Zusammenarbeit mit Scott. „Es war enorm wichtig, sowohl seinen Segen zu bekommen als auch seine Einblicke in seine ursprünglichen Absichten zu nutzen.“
Darüber hinaus erklärte sie, dass die Serie auch visuell völlig neue Wege geht: Während der Klassiker von 1982 durch verregnete, dunkle Neon-Gassen bestach und Denis Villeneuves Fortsetzung auf eisige, orangefarbene Staublandschaften setzte, wählt „Blade Runner 2099“ den sogenannten „Sunshine Noir“.
Das bedeutet: Schluss mit dem Dauerregen. Stattdessen zeigt sich die Sonne in der Küstenstadt Los Angeles drückend und heiß, während unter anderem Santa Monica als Schauplatz dient. Um der Welt dennoch maximale Glaubwürdigkeit zu verleihen und für passende Dystopie-Atmosphäre zu sorgen, setzt die Produktion überwiegend auf echte Sets und handgemachte Effekte statt reinem CGI.
Wann „Blade Runner 2099“ auf Prime Video startet, ist aktuell noch nicht bekannt. Allerdings plant Amazon die Veröffentlichung für das Jahr 2027.
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