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Boy George hat sich in die Debatte um Ed Sheeran, Macklemore und dessen Ausschluss von der „Loop Tour“ eingeschaltet. Auf X verteidigt der Culture-Club-Sänger Sheeran gegen dessen Kritiker – und reagiert auf nahezu jeden Angriff persönlich.
Boy George stellt sich seinen Kritikern
„Ein großes Lob an Ed Sheeran, dass er mit seiner Gitarre auf die Bühne gegangen ist und bewiesen hat, dass er auch solo auftreten kann“, erklärt Boy George in einem neuen Post auf X. „Ich fand es falsch von ihm, sich nicht gegen den Rapper zu wehren, der seine Shows gekapert hat, aber er ist ihn losgeworden, und eine Horde rückgratloser Ratten ist ihm gefolgt. Alle üblichen Verdächtigen sind im Fernsehen aufgetaucht, um ihre Meinung zu äußern. Einer dümmer als der andere. Die treulose Paloma erzählt uns, dass sie ihren Kindern vor dem Schlafengehen „Free Palestine“ ins Ohr flüstert. Das nenne ich mal radikal!
Damit zog Boy George den Zorn zahlreicher User auf sich – den er jedoch keineswegs unkommentiert ließ. Auf den Vorwurf, er sei naiv, fragte er knapp: „Warum bist du es?“
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Auch mit Bildern aus Gaza wurde Boy George konfrontiert. Unter einem Video, das die Folgen eines Gebäudeeinsturzes und den Tod mehrerer Kinder zeigen soll, fragte ein User: „Ist das dann okay?“ Boy Georges Antwort sind Bilder von getöteten israelischen Kindern: „Ist es das?“ Statt sich aus der aufgeheizten Debatte zurückzuziehen, reagierte der Sänger weiter auf Kommentare – mal streitlustig, mal einsilbig.
Zusätzlichen Rückhalt erhielt Sheeran durch die Nachricht, dass er den Unternehmer und Stadionbesitzer Robert Kraft bereits um eine Zwei-Millionen-Dollar-Spende für humanitäre Hilfe in der Region gebeten haben soll. Macklemore selbst will eine Million Dollar seiner Tour-Einnahmen an palästinensische Hilfsorganisationen geben. Die Diskussion hat das bislang nicht beruhigt.
Was war passiert?
Auslöser der Kontroverse war ein Auftritt Macklemores im Vorprogramm von Sheeran Anfang September. In einem Stadion in New Jersey rief der Rapper „Free Palestine“ und spielte anschließend den Protestsong „Hind’s Hall“. Mehrere Veranstaltungsorte sollen daraufhin gedroht haben, weitere Shows von Ed Sheeran abzusagen, sollte Macklemore Teil der Tour bleiben. Der zuständige Promoter strich ihn schließlich aus dem Line-up. Sheeran betonte später, die Entscheidung sei nicht von ihm getroffen worden.
Boy George attackierte daraufhin vor allem Macklemore. Dieser habe „einen uralten Konflikt genommen und daraus einen Fototermin gemacht“, schrieb der 65-Jährige auf X. Zudem verteidigte er Sheerans Wunsch, seine Konzerte nicht zu politischen Veranstaltungen zu machen.