Stand: 14.07.2026, 13:47 Uhr
Im Wald von Fontainebleau wüten weiterhin heftige Feuer. Fast 2000 Hektar des Waldes wurden im Laufe der vergangenen Tage durch die Flammen beschädigt oder zerstört.
Fontainebleau – Im Waldgebiet von Fontainebleau südöstlich von Paris wütet der am Wochenende ausgebrochene Waldbrand weiter. Auch am Dienstag waren mehrere Feuer trotz umfangreicher Löscharbeiten noch nicht unter Kontrolle.
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Nach offiziellen Angaben wurden bis zum Morgen bereits mehr als 1.900 Hektar Wald zerstört oder beschädigt. Ein weiteres Feuer war am Montag (13. Juli) in der Nähe von Fontainebleau ausgebrochen und erfasste weitere 320 Hektar.

Mehr als 800 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Unterstützt werden sie von Canadair-Löschflugzeugen und Löschhubschraubern, die erstmals in der Region Île-de-France eingesetzt werden. Der Wald nahe Paris gilt als wichtige grüne Lunge der französischen Hauptstadt und als bedeutendes Gebiet für die Artenvielfalt.
Nach Angaben des Bürgermeisters der Gemeinde Le Vaudoué mussten mehr als 1.000 Anwohner und Touristen ihre Häuser oder Unterkünfte verlassen. Er sprach gegenüber dem Sender BFMTV von einer schnell vorrückenden „Flammenwand“, die erste Häuser am Ortsrand erreicht habe.
Führte Brandstiftung zu Waldbrand?
Die französische Regierung bezeichnet die Lage als außergewöhnlich. Regierungssprecherin Maud Bregeon erklärte, der Staat mobilisiere alle verfügbaren Mittel, um die Brände einzudämmen. Waldbrände dieser Größenordnung sind in der Nordhälfte Frankreichs eher ungewöhnlich.
Nach Einschätzung der Behörden könnte es noch mehrere Tage oder sogar Wochen dauern, bis die Brände vollständig gelöscht sind. Die Behörden schließen Brandstiftung nicht aus. Laut Angaben des Innenministeriums gibt es Hinweise, dass die Feuer vorsätzlich entfacht worden sein könnten. Zwei Personen wurden inzwischen festgenommen.
Inmitten der Ferienzeit kam es aufgrund der Feuer zu erheblichen Einschränkungen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris, Lyon und dem Süden Frankreichs. Die Autobahn A6 wurde teilweise gesperrt.
Die bereits dritte Hitzewelle des Jahres sorgt in Frankreich landesweit für Trockenheit und hohe Temperaturen. Der Wetterdienst Météo France hatte kürzlich für 37 Départements die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen.