Stand: 18.07.2026, 22:00 Uhr
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Brasiliens Justiz stoppt Milei: Ein Gericht verbietet den Besuch bei Bolsonaro. Der Ex-Präsident hatte trotz Hausarrest politisch agiert.
Brasília – Ein brasilianisches Gericht hat dem argentinischen Präsidenten Javier Milei verboten, den unter Hausarrest stehenden Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro am 25. Juli in Brasília zu besuchen. Richter Alexandre de Moraes wies den Antrag von Bolsonaros Verteidigung kurzerhand als „gegenstandslos“ ab – gestützt auf Auflagen, die er selbst erst am Vortag verschärft hatte, so die Deutsche Presse-Agentur. Demnach sind Bolsonaro bis zum Ende der Präsidentenwahl im Oktober Besuche mit politisch-wahlbezogenem Charakter untersagt. Auch die Verbreitung politischer Botschaften über Dritte ist ihm seither verboten.

Den Anstoß für die verschärften Regeln gab ein handschriftlicher Brief des Ex-Präsidenten, den sein Sohn Flávio in sozialen Netzwerken veröffentlicht hatte. Darin sprach sich Jair Bolsonaro für eine Präsidentschaftskandidatur seines Sohnes aus. Das Gericht wertete das als klaren Verstoß gegen die Bedingungen des Hausarrests, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.
Gericht verbietet Besuch von Milei bei Bolsonaro
Milei hatte seine Brasilien-Reise für den 25. Juli angekündigt. Neben dem Treffen mit Bolsonaro wollte er laut Angaben von dessen Anwälten auch Flávios Kandidatur öffentlich unterstützen. Beide Präsidenten – der argentinische und der frühere brasilianische – zählen zu den bekanntesten Vertretern der politischen Rechten in Südamerika.
Jair Bolsonaro sitzt derzeit aus gesundheitlichen Gründen im Hausarrest, nachdem er wegen eines versuchten Staatsstreichs zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt worden war. Bei der Präsidentenwahl im Oktober dürfte Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva erneut antreten – und dabei voraussichtlich auf Flávio Bolsonaro treffen. (jh/dpa)