Erstligist setzt sich knapp durch Union Berlin ringt Eintracht Braunschweig nieder
Stand: 23.08.2026 • 20:16 Uhr
Bundesligist Union Berlin hat in einem hart umkämpften Spiel bei Zweitligist Eintracht Braunschweig gewonnen und steht in der 2. Runde des DFB-Pokals.
Union Berlin musste die letzten Kräfte mobilisieren, um diesen Sieg perfekt zu machen: Am Ende stand ein 4:2 (1:1) für den Bundesligisten bei Eintracht Braunschweig auf der Anzeigetafel. Damit hat sich die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli für die 2. Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Die Niedersachen waren nah dran an einer Überraschung, agierten in der Abwehrarbeit aber zu unachtsam.
Max Marie (11., 54.) erzielte die beiden Braunschweiger Tore. Für Union trafen Zeno van den Bosch (31.), Tom Rothe (63.) und Marin Ljubicic (72., 90.+4).
Marie mit früher Führung
Es dauerte sieben Minuten, bis die Braunschweiger das Spiel bestimmten. Zuvor war Union aktiver. Aber: Dem Bundesligisten aus Berlin war anzumerken, dass diese Begegnung das erste Pflichtspiel in dieser Saison war. Das Team von Trainer Mauro Lustrinelli musste sich erst finden.
Diese Orientierungsphase der Gäste nutzen die Braunschweiger aus. Aus dem Gewühl im Union-Strafraum heraus erzielte Marie aus zwölf Metern per platziertem Schuss die 1:0-Führung für den Zweitligisten.
Union nutzt einen Eckball
Auch in der Folge war ein Klassenunterschied zwischen beiden Teams nicht ersichtlich. Beide Mannschaften versuchten sich gegenseitig die Luft zum Atmen zu nehmen, arbeiteten sich aneinander ab. Die Eintracht wirkte dabei insgesamt gefährlicher und auch spielfreudiger als die Gäste.
Die Mannschaft von Trainer Lars Kornetka hatte eine halbe Stunde alles im Griff, bis die Berliner einen Eckball bekamen. Josip Juranovic schlug den Ball auf den zweiten Pfosten, wo sich van den Bosch beeindruckend hochschraubte und unhaltbar zum 1:1 einköpfte.
Energetische Braunschweiger
Die Niedersachsen reagierten keineswegs geschockt. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleichstreffer hatte Noah Katterbach Pech, dass sein knallharter Schuss aus 14 Metern nur gegen die Querlatte klatschte und zurück ins Feld sprang.
Auch in der zweiten Hälfte blieb es ein intensives Spiel, in das die Eintracht deutlich aktiver startete. Und diese energetische Vorstellung sollte sich auszahlen. Nach einem sehenswerten Doppelpass zwischen Maximilian Entrup und Marie erzielte der 21-Jährige seinen zweiten Treffer zum 2:0 per Distanzschuss aus 16 Metern.
Doppelschlag der Berliner
Die Eintracht setzte nach und versuchte die Vorentscheidung zu erzielen. Doch anders als es sich anbahnte trafen plötzlich die Berliner. Nach einem Eckball und einer Kopfballverlängerung am kurzen Pfosten von Juranovic stand Rothe völlig frei vor dem Braunschweiger Tor und brauchte nur noch aus drei Metern zum 2:2 einzuschieben.
Die Eisernen blieben konzentriert und nutzten einen Konter zur Führung aus. Ilyas Ansah kam über die linke Seite zum Abschluss, Eintracht-Torhüter Ron-Thorben Hoffmann konnte am kurzen Pfosten mit einem Reflex noch abwehren. Den hoch abgewehrten Ball köpfte der eingewechselte Ljubicic mit der Stirn aus zwei Metern Entfernung zum 3:2 über die Torlinie.
Die Braunschweiger versuchten in den verbleibenden Minuten noch einmal alles, um noch den dritten Treffer und damit den Ausgleich zu erzielen. Aber die Niedersachsen konnten wenigen Lücken, die die Berliner Abwehr anbot, nicht mehr nutzen.
In letzter Sekunde erzielte Ljubicic nach einem Konter noch den 4:2-Endstand.