Stand: 30.08.2026, 19:46 Uhr
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An der Landkreisgrenze ist der Rechtsstreit um den Bahnübergang bei Reitmehring beendet: Künftig soll der Verkehr die Gleise über eine Brücke queren. Ein konkreter Termin für den Beginn der Bauarbeiten gibt es noch nicht.
Landkreis/Reitmehring – Seit Jahren wird um die Beseitigung des Bahnübergangs in Reitmehring (Landkreis Rosenheim) gerungen. Nun ist die letzte juristische Hürde gefallen: Der Planfeststellungsbeschluss ist rechtskräftig. Bis zum Baustart bleibt allerdings noch einiges zu tun.
Es ist eine Nachricht, auf die in Reitmehring seit Jahren gewartet wird: Der Rechtsstreit um die Beseitigung des Bahnübergangs an der B304 ist endgültig abgeschlossen. Wie das Staatliche Bauamt Rosenheim auf Anfrage von rosenheim24.de mitteilt, hat das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision zurückgewiesen. Damit ist der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig – die juristische Blockade für das Großprojekt ist beseitigt.
Der entsprechende Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts datiert bereits vom 15. Juli 2026. Der 9. Senat wies die Beschwerde der Klägerinnen nun zurück. Gegenstand des Verfahrens war der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern, mit dem der beschrankte Bahnübergang durch eine neue Straßenführung ersetzt werden soll.
Das Projekt soll den bekannten Bahnübergang grundlegend verändern. Heute kreuzt die B 304 in Reitmehring die Bahnstrecken Mühldorf–Rosenheim und Wasserburg–Grafing. Wegen der Nähe zum Bahnhof sind die Schranken nach Angaben des Staatlichen Bauamts häufig und lange geschlossen – mit entsprechenden Rückstaus.
Künftig soll die B 304 mit einer Brücke über die Gleisanlagen geführt werden. In Richtung Wasserburg schließt sich eine teilweise unterirdische Trog- und Tunnellösung an. Der Tunnel soll rund 130 Meter lang werden. Außerdem werden die Ortsstraßen über Rampen angebunden und der überörtliche Verkehr aus Richtung Westen erhält eine direkte Verbindung zur B15 in Richtung Rosenheim. Insgesamt umfasst das Projekt rund 1,4 Kilometer.
Das Ziel: Der Bahnübergang verschwindet vollständig, gleichzeitig soll Reitmehring durch die tiefer gelegene Bundesstraße vom Durchgangsverkehr entlastet werden.
Wer nun mit einem kurzfristigen Spatenstich rechnet, muss sich allerdings weiter gedulden. Einen konkreten Zeitplan für den Baubeginn gibt es derzeit noch nicht, erklärt das Staatliche Bauamt Rosenheim.
Nach dem Abschluss des Gerichtsverfahrens müssen zunächst die weiteren Planungs- und Vorbereitungsschritte abgestimmt werden. Dazu gehören Gespräche mit der Deutschen Bahn und der Stadt Wasserburg sowie der Aufbau einer Projektorganisation.