Bundestrainer Klopp überrascht mit flammendem Olympia-Appell
Stand: 26.09.2026, 17:47 Uhr
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Der DOSB hat sich auf München als Bewerberstadt für die Olympischen Spiele festgelegt. Bundestrainer Jürgen Klopp hält einen flammenden Appell für die Bewerbung.
München – Nun ist es entschieden: München wird als deutscher Vertreter in das Rennen für die Olympischen Spiele gehen. Die Stadt wurde vom DOSB und seinen Mitgliedern auserkoren, sich für 2036, 2040 und 2044 zu bewerben. Das Ziel ist klar: Erstmals seit 1972 – passenderweise ebenfalls in München – soll wieder olympisches Flair durch Deutschland wehen.

Diesen Entschluss begrüßt auch Jürgen Klopp. In einem Interview mit der ARD offenbarte er, dass er als Fünfjähriger mit seinem Vater nach München gefahren ist und dort die Olympischen Spiele erlebt hat. „Ich habe Olympia gesehen. Und es war prägend für mein ganzes Leben“, gestand er. Deswegen machte er deutlich: „Es wird Zeit, dass wir die Spiele wieder nach Deutschland holen.“
Klopp sieht in Olympischen Spielen große Chancen für die Gesellschaft
Daran erkennt der 59-Jährige nur Positives. Schließlich könnten mit einem positiven Ausgang zahlreiche Großprojekte endlich realisiert werden. „Unsere Sportstätten, ob das die Stadien sind, ob das Turnhallen sind, ob das Schwimmbäder sind, werden marode mit der Zeit, wenn sich da keiner drum kümmert“, befand er.
Doch neben dem Sportlichen sieht er auch gesellschaftliche Effekte, die sich daraus ergeben könnten. „Im Leben braucht man Ziele. Und als ein Land das Ziel zu haben, sich in 10, 12, 14, 16 Jahren der ganzen Weltöffentlichkeit im besten Licht zu präsentieren, ist ein Ziel, das wir gemeinsam angehen können“, stellte er fest.
Dabei nennt er die Fußball-WM 2006 als bestes Beispiel, was für positive Effekte entstehen können. „Wir haben uns so sehr gemocht wie möglicherweise davor nicht und dann auch nach einer Weile danach nicht mehr“, bilanzierte der gebürtige Schwabe. Dabei lobte er ausdrücklich den Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“, denn er sei „wundervoll“.
Es würde auch super in das Bild passen, das er vor wenigen Tagen auf einer Pressekonferenz gemalt hat, als er von positivem Patriotismus sprach. „Ich liebe mein Land“, untermauerte er nun wieder, betonte aber auch, „dass ich nicht alles toll finde, was in diesem Land passiert“. Dieses positive Selbstverständnis wolle er nach innen und auch nach außen zeigen.
Wann München den Zuschlag ergattert, ist Klopp egal, auch wenn er darauf 18 Jahre warten müsste. „Und trotzdem will ich sie haben, die Olympischen Spiele“, bekräftigte er. Schließlich werde er auch im hohen Alter von 77 Jahren noch große Freude daran haben, „jungen Menschen dabei zuzugucken, wie sie ihr absolut Bestes geben“. (smu)