Butter enttäuscht im Test komplett – Finger weg von dieser bekannten Marke

Stand: 14.07.2026, 14:07 Uhr

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Butterstücke liegen neben einem Buttermesser auf einem rustikalen Teller, über dem Bild verläuft ein rotes Kreuz.

Schön angerichtet, aber nicht immer überzeugend: Vor allem hohe Mineralölbelastungen sorgen bei Butter im Test für schlechte Urteile. © KI-generiert

Öko-Test und Stiftung Warentest haben Butter getestet. Mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Eine bekannte Marke schnitt besonders schlecht ab.

Für viele Menschen gehört Butter selbstverständlich aufs Brot oder in den Kuchenteig. Umso überraschender fällt das Ergebnis eines groß angelegten Labortests aus: Bei Öko-Test (Ausgabe 12/2022) schnitten 16 von 20 geprüften Buttersorten mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab, darunter auch Bio-Produkte. Grund für die schlechte Beurteilung im Testbericht waren vor allem stark erhöhte Mineralölwerte.

Ganz anders fiel ein Jahr später der Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 12/2023) aus, den du vollständig kostenpflichtig hier abrufen kannst. Von 30 geprüften Buttersorten erhielten 24 die Note „gut“, das Qualitätsurteil reichte insgesamt von „gut“ bis „ausreichend“. Auffällig: Marken wie Meggle und Weihenstephan, die bei Öko-Test noch durchgefallen waren, schnitten bei der Stiftung Warentest mit „gut“ ab.

Welche Buttersorten fallen im Test durch?

Im Öko-Test-Labor durchliefen die Buttersorten eine umfassende Prüfung: Streichfähigkeit, pH-Wert, Wasserverteilung, Keimbelastung, Geschmack und Schadstoffgehalte standen auf dem Prüfstand. Von den 20 getesteten Artikeln fielen 17 mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch, darunter auch fünf zertifizierte Bio-Produkte. Weitere Details gibt es im vollständigen Testbericht zu Butter von Öko-Test hier (kostenpflichtig).

Bei der Stiftung Warentest lief es dagegen für die meisten Produkte wie geschmiert, wie HEIDELBERG24 berichtet. Testsieger wurde die Milbona Bio Butter von Lidl mit der Bestnote „sehr gut“ (1,7). Nur zwei Produkte enttäuschten deutlich in der Verkostung: eine Bio-Butter, die alt roch und schmeckte, sowie eine irische Butter, die käsig und ranzig schmeckte und einen erhöhten Gehalt an Hefen und Schimmelpilzen aufwies. Die drei schlechtesten Buttersorten laut Öko-Test und Stiftung Warentest sind:

  • ÖMA Allgäuer Bauernbutter Sauerrahm (Öko-Test, Note „ungenügend“) – Mineralölgehalt weit über dem EU-Richtwert
  • Kerrygold Original Irische Butter, mildgesäuert (Öko-Test, Note „mangelhaft“) – ranziger Geschmack, erhöhte Schadstoffwerte
  • Dairygold Original Irische Butter (Stiftung Warentest, Qualitätsurteil „ausreichend“) – ranzig, käsig, erhöhter Hefen- und Schimmelpilzgehalt

Besonders schlecht schnitt bei Öko-Test die ÖMA Allgäuer Bauernbutter Sauerrahm ab. Sie wies nicht nur einen stark erhöhten Mineralölwert auf, sondern überschritt auch den Richtwert für aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, kurz MOAH. Zusätzlich fielen den Prüfern ein alter, leicht oxidierter Geruch und Geschmack auf. Neben den schlechten Ergebnissen gab es natürlich auch Butter, die im Test am besten abschnitt.

Bei der Stiftung Warentest war es die irische Marke Dairygold, die im Test Schlusslicht war. Die Butter roch und schmeckte deutlich käsig sowie ranzig, dazu passte ein erhöhter Gehalt an Hefen und Schimmelpilzen. Auch Kerrygold Original Irische Butter fiel bei Öko-Test mit „mangelhaft“ durch: Kantenbildung, alter Geruch und schichtige Textur trübten das Bild, trotz vorbildlicher Weidehaltung der Kühe.

Welche Butter ist stark mit Mineralöl belastet?

Der Mineralölgehalt war bei Öko-Test in fast allen getesteten Buttersorten das entscheidende Problem. Besonders auffällig war ein Produkt, dessen Belastung mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen einen Wert von 19,8 Milligramm pro Kilogramm erreichte. Das ist laut Öko-Test der höchste jemals in der Testgeschichte gemessene Wert in einem Lebensmittel und liegt fast zehnmal über dem vorgeschlagenen EU-Richtwert.

Auch die Stiftung Warentest fand in jedem einzelnen getesteten Stück Butter Rückstände von gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen. Den MOSH-Orientierungswert überschritt dabei allerdings nur eine einzige Butter im gesamten Test. Als mögliche Ursachen für die Belastung nennen Hersteller unter anderem Schmieröle aus Maschinen sowie wachskaschierte Alufolie als Verpackungsmaterial. Bei der Wahl der Butter spielt nicht nur die Marke eine Rolle, sondern auch die Farbe. Ist hier etwa gelbe oder weiße Butter besser?

Die Unterschiede zwischen den beiden Testreihen lassen sich zum Teil durch unterschiedliche Testzeitpunkte, geprüfte Chargen und Bewertungsmaßstäbe erklären. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich daher nicht allein auf eine Marke verlassen, sondern aktuelle Testergebnisse und Chargenhinweise im Blick behalten, bevor sie zu einer bestimmten Butter greifen. (khei)