Stand: 29.08.2026, 07:00 Uhr
Kommentare

Nach Partyexzessen, Drogenkonsum und Kreditkarteneinkäufen im Übermaß häuften sich bei Celina bis zu 50.000 Euro Schulden. Erst die Geburt ihres Kindes änderte das Leben der 31-Jährigen radikal. Ebenso wie der Weg zur Schuldnerberatung.
Irgendwann kam Celina nicht mehr drumherum: „Ich musste mich mal bemühen und meine ganzen Briefe öffnen“, erzählt die 31-Jährige in der ZDF-Doku „37°Leben: Comeback Geld“. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits zwischen 40.000 und 50.000 Euro Schulden angehäuft. „Ich habe sehr viel bestellt“, nennt sie Kreditkartenschulden als einen Teil dieser Belastung. Doch auch anderswo ließ die Frau sehr viel Geld.
„Ich bin zu fast jeder Party gegangen“, erinnert sich Celina im Film von Markus Haist an die „sehr wilde Zeit“, die sie in Berlin erlebte. Zwischen Kokain, Obdachlosenheim und Schulden versuchte sie, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch erst mit der Geburt ihres Kindes kam die Erkenntnis: „Jetzt musst du dein Leben komplett ändern.“
Celina sagte den Schulden den Kampf an - ihrem Kind zuliebe
Zu diesem radikalen Wechsel gehörte auch der Gang zur Schuldnerberatung. „Sie hatte das sehr gut aufgearbeitet, das kommt nicht häufig vor“, denkt Gudrun Becker zurück. Dieser positive Eindruck führte dazu, dass Becker Celina einen Job anbot. Es habe sie „begeistert“, dass Celina ihrem Kind ein anderes Leben bieten wolle, erklärt Becker ihre Beweggründe, Celina einzustellen.
„Mein Kind soll ein vernünftiges Leben haben“, betont Celina in der ZDF-Doku. Bald wolle sie mehr arbeiten, auch um ihrem Kind „die Welt zu zeigen“. Aktuell besteht diese noch größtenteils aus dem Heimatort und dem Schrebergarten, in dem Celina ein neues Hobby entdeckt hat. Es sei eine „Riesen-Erleichterung“, dass „keine 1.000 Briefe mehr im Briefkasten“ seien, sagt Celina in der Doku - und hat abschließend einen Rat für alle Menschen mit Schulden in petto: „Man muss über seinen eigenen Schatten springen.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)