Der Wettkampf auf dem Prozessormarkt geht in die nächste Runde. Aktuelle Zahlen belegen, dass AMD gegenüber dem Marktführer Intel in allen Segmenten weiter deutlich aufholt. Besonders bei Server-CPUs gerät der Branchenprimus zusehends unter Druck.
AMD wächst im CPU-Segment weiter
Im zweiten Quartal 2026 hat sich ein Trend bei CPU-Marktanteilen fortgesetzt, der schon seit einiger Zeit anhält. So hat AMD seine Marktanteile bei Prozessoren mit x86-Architektur nach neuen Höchstwerten vor gut einem Jahr und einem Rekord zu Beginn des laufenden Jahres weltweit erneut gesteigert. Das Unternehmen setzt damit Spitzenreiter Intel in sämtlichen Produktkategorien weiter unter Druck. Damit verschieben sich die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Konkurrenten ein weiteres Mal.
Die x86-Architektur bildet seit Jahrzehnten das Fundament der meisten Computer und Server. Die Technik dominiert den Markt seit den späten 1970er Jahren, als Intel den 8086 vorstellte. AMD stieg wenig später als zweiter Lieferant ein. Obwohl ARM als Alternative zunehmend an Bedeutung gewinnt, bleibt x86 der vorherrschende Standard.
Wie Mercury Research via HotHardware berichtet, durchbricht AMD bei entsprechenden Client-CPUs im zweiten Quartal 2026 erstmals die Schallmauer von 30 Prozent. Die Kategorie fasst Chips für Desktop-Rechner und Notebooks (ohne IoT-Geräte) zusammen. AMD profitiert dabei stark von seinen Ryzen-Prozessoren. Konkret sichert sich AMD einen Anteil von 30,3 Prozent, während Intel auf 69,7 Prozent abrutscht.

Erfolge trotz schwachen Markts
Bei den Desktop-Prozessoren alleine erreichte AMD einen Wert von 34,9 Prozent, ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zu Q2 2025. Im Bereich der mobilen Endgeräte stieg der Anteil um 8,4 Prozent auf 28,9 Prozent. Das Wachstum der Anteile bei den Desktop-Modellen fand jedoch vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfelds statt. Der weltweite Absatz in dem Segment brach im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Prozent ein.
Für den starken Rückgang der Verkaufszahlen machen Beobachter mehrere Faktoren verantwortlich. Dazu zählen gestiegene Systempreise aufgrund teurerer Arbeitsspeicher und Laufwerke. Auch typische saisonale Schwankungen im Einzelhandel spielen eine Rolle. Trotz der widrigen Umstände fielen die Einbußen bei AMD geringer aus als bei Konkurrent Intel.
Server-Sparte wächst rasant
Auch im momentan deutlich lukrativeren Markt für Rechenzentren kann AMD mit seinen CPUs der Marke Epyc zulegen. Der Anteil bei Server-Prozessoren klettert auf 34,5 Prozent. Intel bleibt mit 65,5 Prozent zwar deutlich der Marktführer, verliert jedoch im Vorjahresvergleich satte 7,3 Prozent an den Konkurrenten. Damit steht Xeon unter Druck, auch wenn Intel zuletzt ein Umsatzwachstum im Server-Segment verzeichnete.
Das generelle Wachstum im Server-Segment bestätigt die insgesamt hohe Nachfrage nach IT-Infrastruktur. Beide Hersteller scheinen für die Zukunft gerüstet zu sein. Während AMD seine Anteile stetig ausbaut, investiert Intel hohe Summen in neue Fertigungstechnologien und eigene Fabriken, um den Trend mittelfristig wieder umzukehren.
Wie bewertet ihr die aktuelle Entwicklung auf dem Markt? Wird AMD irgendwann die Führung übernehmen? Teilt eure Gedanken und eigenen CPU-Präferenzen gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- AMD baut seine Marktanteile bei x86-Prozessoren im zweiten Quartal 2026 aus
- Bei Client-CPUs erreicht AMD erstmals die Marke von 30 Prozent Marktanteil
- Der weltweite Anteil im Desktop-Segment stiegt auf 34,9 Prozent
- Im mobilen Bereich stieg der Anteil von AMD deutlich auf 28,9 Prozent
- Auch im lukrativen Server-Segment verzeichnet AMD starke Zuwächse
- Marktführer Intel verliert in allen wichtigen Bereichen weiter an Boden
Siehe auch:
- Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6: Mit zwei Top-CPUs gegen die Krise
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