Stand: 31.07.2026, 20:30 Uhr
Kommentare
Ein Gewitter mit Starkregen hat auf der A2 bei Rheda-Wiedenbrück zwei Unfälle ausgelöst. Vier Fahrzeuge waren beteiligt. Es gab einen Stau.
Rheda-Wiedenbrück – Ein heftiges Gewitter mit Starkregen hat am Freitagnachmittag, 31. Juli, auf der Autobahn 2 im Bereich des Autobahnkreuzes Rheda-Wiedenbrück zu einer folgenschweren Unfallserie geführt.

Innerhalb weniger Augenblicke ereigneten sich gegen 17.50 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Hannover zwei Verkehrsunfälle, an denen insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt waren. Zehn Menschen waren betroffen, sieben von ihnen mussten medizinisch versorgt werden. Die Autobahn blieb über längere Zeit nur eingeschränkt befahrbar, sodass sich im dichten Feierabend- und Wochenendverkehr kilometerlange Staus bildeten.
Unwetter sorgten für schlechte Sicht auf der Autobahn
Als das Unwetter über die Doppelstadt hinwegzog, verschlechterten sich die Sichtverhältnisse auf der A2 schlagartig. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei geriet der Verkehr auf der Richtungsfahrbahn Hannover im Bereich des Autobahnkreuzes Rheda-Wiedenbrück ins Stocken.
Zunächst kam ein in Polen zugelassener Hyundai i20 zum Stehen. Ob dessen Fahrer sein Fahrzeug rechtzeitig abbremsen konnte oder noch leicht auf den vorausfahrenden Wagen auffuhr, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Ebenso prüfen die Beamten, ob der Hyundai möglicherweise durch einen nachfolgenden Toyota Auris aus Dortmund aufgeschoben wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen war die Fahrerin des Toyota leicht auf den Hyundai aufgefahren.
Nur wenige Fahrzeuge hinter dieser ersten Kollision entwickelte sich eine zweite, deutlich heftigere Unfallstelle. Offenbar bemerkte der Fahrer eines BMW 1 aus Wuppertal den sich bildenden Rückstau zu spät. Nach ersten Eindrücken der Einsatzkräfte prallte der BMW mit augenscheinlich sehr hoher Geschwindigkeit auf das Heck eines in Dortmund zugelassenen Seat Cupra. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die beteiligten Fahrzeuge erheblich beschädigt.
Großeinsatz an der A2: Feuerwehr rückt aus, doch niemand ist eingeklemmt
Wegen der zunächst gemeldeten eingeklemmten Person alarmierte die Kreisleitstelle Gütersloh ein umfangreiches Aufgebot an Rettungskräften. Neben den hauptamtlichen Kräften der Feuerwehr rückte auch der Löschzug Wiedenbrück zur Autobahn aus. Zudem wurden vier Rettungswagen sowie zwei Notärzte aus Rheda-Wiedenbrück und Oelde zur Unfallstelle entsandt. Unterstützung erhielten sie außerdem von den hauptamtlichen Kräften der Feuerwehr Oelde.
Vor Ort stellte sich jedoch schnell heraus, dass entgegen der ersten Meldung keine Person in einem Fahrzeug eingeklemmt war. Die Feuerwehr unterstützte die Rettungsdienste bei der Versorgung der Verletzten, sicherte die Unfallstelle ab und stellte den Brandschutz sicher.
Feierabendverkehr stockt – A2 nach Unwetter lange nur eingeschränkt frei
Nach Angaben von Einsatzleiter Meinolf Heiermeier waren insgesamt zehn Personen von den beiden Verkehrsunfällen betroffen. Zwei von ihnen wurden vorbehaltlich weiterer Untersuchungen mit schwereren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Fünf weitere Beteiligte kamen zur weiteren Untersuchung in umliegende Kliniken. Drei Menschen konnten nach einer ambulanten Behandlung noch an der Unfallstelle wieder entlassen werden.
Für die Dauer der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme sperrte die Polizei zunächst alle drei Fahrstreifen der A2 in Fahrtrichtung Hannover vollständig. Erst gegen 18.50 Uhr konnte der Verkehr vorsichtig über den Standstreifen sowie den rechten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Dennoch bildete sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der einsetzenden Ferienreisewelle ein erheblicher Rückstau auf mehreren Kilometern Länge.