Der achte Spieltag im Überblick Wirkus: Eingewechselt, Elfer gehalten – und gewonnen
Schoden · Bezirksliga: Saartal-Torwart feiert gelungenes Comeback – Schleid setzt sich klar im Eifelderby durch – Scheibenschießen in Tawern.
27.09.2026 , 21:31 Uhr
Foto: TV/Schramm, Johannes
SG Saartal-Schoden - SG Ellscheid 4:2 (2:1)
Jede Menge bekamen die 200 Besucher in Schoden geboten. Jan Mombach, Trainer der siegreichen Spielgemeinschaft aus dem Saartal, sah ein „für die Zuschauer anspruchsvolles Spiel auf hohem Niveau mit vielen Chancen“. Kurz nachdem Fynn Kläs mit einem Lattenkracher die Gästeführung verpasst hatte, konterten die Hausherren und kamen früh zum 1:0 (2.). Knapp eine halbe Stunde war absolviert, als Benedikt Kaufmann einen schnellen Gegenstoß der Alfbachtaler zum Ausgleichstreffer nutzte (26.). Tom Hoff und Kaufmann verzeichneten zwei weitere Aluminiumtreffer für die SG Ellscheid. Auf der Gegenseite scheiterten zunächst Nico Kruppert und Lucas Jakob. Kurz vor dem Pausenpfiff vollendete Lukas Kramp einen Konter zum 2:1 (45.). Der gerade erst eingewechselte Jan Michels sah in der 48. Minute binnen weniger Sekunden nach zwei Fouls Gelb und dann Gelb-Rot. Einen an Kruppert verursachten Elfmeter verwandelte Kramp zum 3:1 (57.). Nachdem der bereits wegen Ballwegschlagens verwarnte Saartal-Torwart Eric Ludwig wegen eines Fouls an Yannick Becker im eigenen Strafraum die Ampelkarte gesehen hatte und vom Platz musste, schlug die Stunde von Maximilian Wirkus. Mit seiner ersten Aktion wehrte er den von Hoff getretenen Schuss ab (81.). Hoff verkürzte wenig später noch auf 3:2 (85.), in der Nachspielzeit markierte Kramp nach einem Konter aber das 4:2 (90.+6). Gäste-Spielertrainer Markus Boos wusste: „Wir hatten heute erstmals keinen guten Tag in dieser Saison.“ Sein Pendant Mombach hob die geschlossene Mannschaftsleistung hervor. Dabei war die Ausfallliste lang. Felix Guckeisen lief sogar grippegeschwächt auf. Nicolas Jakob fehlte aus freudigen Gründen, wurde er doch am frühen Abend Vater. Für den zuletzt hintenanstehenden Torwart Wirkus freute den Saartal-Trainer das starke Comeback: „Es hat sich gezeigt, dass wir zwei hervorragende Torleute haben.“
SG Daleiden - SG MSN-Schleid 0:3 (0:1)
Auf einen „verdienten Sieg“, aber auch auf „ein paar Situationen, in denen es ein bisschen brenzlig für uns wurde“, blickt Schleids Trainer Taner Weins zurück. Nach dem 0:1 durch Arthur Hartwick (35.) sorgten die Daleidener gerade bei Standards immer wieder für Gefahr. Dass die Null bei den Gästen stand, war auch Torwart Dominic Grün zu verdanken. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Hartwick auf 0:2 (48.). Nur drei Minuten später setzte Pidde noch eins drauf – alle drei Tore entsprangen gelungenen Spielzügen. „Das Ergebnis hört sich höher an, als der Spielverlauf war“, meinte Daleidens Coach Jerome Kolling. Besonders trauerte er der vergebenen Chance von Musa Bah nach, der im ersten Durchgang alleine aufs Schleider Tor zulief, aber vergab. Kolling wusste aber auch um die Qualität der Gäste-Offensive und das Nachlassen in den Zweikämpfen zu Beginn des zweiten Durchgangs. Tom Biewald vergab gegen Ende eine Resultatsverbesserung.
TuS Ahbach - SV Niederemmel 3:1 (2:1)
Mit dem zweiten Dreier in Folge hat sich der TuS Ahbach weiter aus dem Tabellenkeller gelöst. Die Hausherren starteten gut, führten nach Treffer nach einer Ecke von Nicolas Müller (3.) und dessen Nachnamensvetter Nils per Kopf (35., wiederum nach einer Ecke) verdient. Benedikt Vogedes war mit der ersten gefährlichen Aktion des SV Niederemmel per Abstauber zum 2:1 erfolgreich (39.) – auch diesmal entsprang der Treffer einem Eckstoß. „Das hat uns ein bisschen gehemmt. Auf einmal schienen wir uns darüber bewusst zu sein, etwas verlieren zu können“, sagt TuS-Trainer Thorsten Hermes. Nach wiederholten Fouls musste zunächst der erst kurz zuvor eingewechselte Iwu Chukwuemeka (73.) und Ahbachs Luka Cläsgens (76.) mit Gelb-Rot vom Platz. Nach Paul Krämers Treffer zum 3:1 – Nicolas Clausen hatte per Konter vorbereitet – war die Partie entschieden (83.). „Im zweiten Durchgang passierte nicht mehr viel. Unterm Strich war es ein hochverdienter Sieg“, bilanzierte Hermes.
SV Trier-Irsch - SV Wittlich 1:3 (0:1)
Der SV Wittlich findet sich immer besser in der neuen Umgebung zurecht und gewann unterm Strich verdient beim Mitaufsteiger in Trier-Irsch. Nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft der Gastgeber schaltete Niklas Servatius am schnellsten und markierte das 0:1 (25.). Elf Minuten später erhöhte derselbe Akteur zum 0:2. Die Hoffnung kehrte im Lager des SVI zurück, als Marvin Theis sehenswert ablegte und Luca Klupsch zum 1:2 verwertete (65.). Die Hausherren drängten auf den Ausgleich. Doch bereits in der 74. Minute stellte Servatius mit seinem dritten Tor des Nachmittags den alten Abstand wieder her. Irsch beendete die Partie zu zehnt, nachdem Luca Sasso-Sant wegen wiederholten Meckerns Gelb-Rot gesehen hatte (80.). „Verdient war es gerade aufgrund der ersten Halbzeit. Da haben wir phasenweise guten Fußball gespielt und vier, fünf hundertprozentige Chancen herausgespielt“, sagte Christian Schroeder, Trainer der siegreichen Wittlicher. Nach der Pause sei sein Team zu nachlässig gewesen: „Irsch hat sich zurückgekämpft, kommt verdient zum Anschlusstreffer - aber über die 90 Minuten gesehen hatten wir mehr Kontrolle“, meinte Schroeder, der kurzfristig auf den erkrankten Marius Cullmann verzichten musste, abschließend.
SV Tawern - SG Kylltal-Birresborn 8:1 (4:0)
In eindrucksvoller Manier hat der SV Tawern seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Nico Kirch eröffnete in der 24. Minute nach Flanke von Dennis Reiss den Torreigen per Kopf (24.). Ebenfalls per Kopf legte Tobias Düpre nur zwei Minuten später im Anschluss an eine Ecke nach. Tawern ließ nicht locker – und legte nach den Treffern von Reiss (38., nach schöner Einzelleistung) und Kirch (45., nach klugem Zuspiel von Reiss) noch vor der Pause nach. Mitte des zweiten Durchgangs ging das muntere Scheibenschießen weiter. Per Distanzschuss traf Michael Fantes zum 5:0 (65.). Liam Vella scheiterte noch am Pfosten (75.). Mehr Schussglück hatte er acht Minuten später und machte so das halbe Dutzend voll. Tim Görtz markierte den Ehrentreffer für die Spielgemeinschaft aus Birresborn, Gerolstein, Büscheich und Pelm. Doch Vella (89.) und Carsten Vogel, der in der Nachspielzeit zu seinem ersten Saisontreffer kam, schlugen für die klar überlegenen Tawerner zurück.
DJK St. Matthias Trier - SG Walsdorf 2:5 (0:2)
Stark verbessert gegenüber den jüngsten Auftritten zeigte sich die DJK St. Matthias im Vergleich mit den Gästen aus der Vulkaneifel, bei denen der zuletzt aus privaten Gründen fehlende Spielertrainer Marco Michels 90 Minuten auf der Bank Platz nahm und auf einen Einsatz verzichtete. Die zuletzt dreimal unterlegenen Trier-Süder starteten forsch, hatten durch Leonard Reh und Jakob Ditter erste Möglichkeiten. Die Spielgemeinschaft erwies sich indes als wesentlich effektiver: Lukas Duvivier zog von links nach innen und traf zum 0:1 (28.). Sechs Minuten später erhöhte Jannik Hennes nach Linksflanke von Robin Lender. Der wiedergenesene Spielertrainer der Mattheiser, Ahmed Boussi, fand kurz vor der Pause zweimal seinen Meister im stark reagierenden Gästekeeper Pascal Trierscheid. Einen an ihm verursachten Foulelfmeter verwandelte Duvivier zum 0:3 (51.). Nach Zuspiel von Rubin Hassan war Boussi zum 1:3 erfolgreich (59.). Per Konter stellte Duvivier den alten Abstand wieder her (76.). Nach Tiefenpass von Yannic Heider sorgte Boussi noch mal für leise Hoffnung (78.). Jan Fritz überlistete die weit aufgerückte DJK-Abwehr dann aber zum 2:5-Endstand (87.). Arthur Maier scheiterte aus kurzer Distanz an der Latte und verpasste so eine Ergebniskosmetik. „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme. Da war Mattheis deutlich mehr am Drücker. Was uns aber aktuell auszeichnet, ist die Effizienz: Aus den ersten zwei Chancen machen wir gleich zwei Tore. Zudem haben wir es im Kollektiv immer gut wegverteidigt“, sagte SG-Coach Michels, der den Gegner ausdrücklich lobte: „Sie haben nie aufgesteckt.“ Sein Pendant Boussi, der erstmals auf Thomas Rotundu (früher Eintracht Trier II, FSV Tarforst) bauen konnte, bilanzierte: „Wir starten gut, wir starten mutig, spielen den zielstrebigen Kombinationsfußball, den wir schon öfters gezeigt haben. Aber es haben sich wieder Phasen eingeschlichen, in denen wir es nicht konsequent genug verteidigt bekamen. Da waren wir in den Zweikämpfen nicht entschlossen genug.“