„Die Innenstadt ist gefährlich!“: Mann heftet offenen Brief an Rathaus in Oberbayern

Stand: 21.07.2026, 13:26 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Kaum zu übersehen war der offene Brief von Karl Hübner, den er an die Rathaustür geheftet hatte.

Kaum zu übersehen war der offene Brief von Karl Hübner, den er an die Rathaustür geheftet hatte. © Eser

Ein 67-jähriger Freisinger hat einen offenen Brief ans Rathaus geheftet. Er fordert mehr Verkehrssicherheit in der Innenstadt – nach einem Unfall mit einem E-Scooter.

Freising – Ein Rentner aus Freising macht seinem Ärger über die Verkehrssituation in der Innenstadt mit einer ungewöhnlichen Aktion Luft. Wie Merkur-Reporterin Anne Franziska Rossa berichtet, hat der 67-jährige Karl Hübner einen offenen Brief an die Rathaustür geheftet, adressiert an Oberbürgermeisterin Monika Schwind und den Stadtrat. Er verlangt darin dringend Maßnahmen für mehr Sicherheit auf den Straßen der Altstadt.

  • Karl Hübner (67) wurde in der Freisinger Innenstadt von einem E-Scooter angefahren und erlitt zwei Knochenbrüche am Fuß.
  • In seinem offenen Brief am Rathaus fordert er von der Stadt konkrete Schritte für mehr Verkehrssicherheit.
  • Oberbürgermeisterin Schwind kündigt Kontrollen und eine Informationsbroschüre zu den Verkehrsregeln an.

E-Scooter-Unfall in Freising: Rentner bricht sich zwei Knochen

Den Ausschlag für die Aktion gab ein Vorfall, den Hübner dem FT schilderte: Als Fußgänger sei ihm ein E-Scooter mit hohem Tempo entgegengekommen und habe ihn gerammt. Dabei zog er sich zwei gebrochene Vorderfußknochen zu und litt wochenlang unter offenen Wunden. „Bei einem Kind wäre das ganz anders ausgegangen“, so die Befürchtung des 67-Jährigen. Täglich erlebe er, wie Fahrräder und andere Fahrzeuge viel zu schnell durch die Innenstadt fahren würden. „Nicht immer nur reden, sondern auch was machen“, laute seine Devise. Von der Stadtverwaltung erhofft sich Hübner „konkrete und kurzfristige Maßnahmen, die die Innenstadt verkehrssicherer machen“.

Freising ist eine Große Kreisstadt in Oberbayern und liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von München.

Oberbürgermeisterin Schwind äußerte sich auf FT-Nachfrage verständnisvoll: „Ich kann das schon nachvollziehen, aber ich bin schon dran.“ Die Stadt habe bereits eine Broschüre mit dem Titel „Gutes Ankommen in der Freisinger Innenstadt“ erstellt, die nun verteilt werde und ausliege. „Wir erklären jetzt die Regeln, aber dann muss man sich auch dran halten“, mahnte die OB. Als nächsten Schritt kündigte sie Kontrollen an. Auch die umstrittenen Busse in der Oberen Hauptstraße (wir haben berichtet) sollen am Donnerstag Thema sein. „Die Busse würde ich gerade in der Oberen Hauptstraße gerne verlagern an die Johannisstraße“, so Schwind.

Immer gut informiert: Unsere neuen tz-Stadtteil-Newsletter

tz.de ist jetzt noch lokaler: Neben unserer ausführlichen München-Berichterstattung haben wir auch neue Stadtteil-Newsletter gestartet. Sie wollen aktuelle Themen aus dem Südosten, dem Norden, dem Südwesten oder aus der Innenstadt Münchens direkt per E-Mail bekommen? Das ist jetzt möglich.

Der NewsletterMünchen Südwest“ informiert über Sendling, Sendling-Westpark, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und Hadern. Hier geht es zur Anmeldung.
Der NewsletterMünchen City“ behandelt alle Themen aus den Bezirken Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt und Schwanthalerhöhe. Hier geht es zur Anmeldung.
Der NewsletterMünchen Südost“ informiert über Au-Haidhausen, Obergiesing-Fasangarten und Untergiesing-Harlaching. Hier geht es zur Anmeldung.
Der NewsletterMünchen Nord“ berichtet über Themen aus Schwabing-West, Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann und Feldmoching-Hasenbergl. Hier geht es zur Anmeldung.

Ihr Stadtviertel ist (noch) nicht dabei? Keine Sorge! Auch für die anderen Bezirke in München bereiten wir weitere eigene Newsletter vor.

Oberbürgermeisterin Schwind räumt Probleme mit Verkehrsregeln ein

Die Rathauschefin betonte, sie habe sich das Thema Verkehr in der Innenstadt rasch auf die Agenda gesetzt. „Ich sehe es auch, dass die Regeln, die bestehen, nicht eingehalten werden", räumte Schwind ein.