Verlobungsringe der Royals: Das sind die 6 ungewöhnlichsten Modelle.
Anfang dieser Woche wurde bekannt gegeben, dass Samuel Chatto, der Enkel von Prinzessin Margaret, seiner Freundin Eleanor Ekserdjian, mit der er seit fünf Jahren zusammen ist, einen Heiratsantrag gemacht hat. Der Keramikkünstler entschied sich, den Antrag mit einem Porzellanring zu machen, den er selbst angefertigt hatte und der weder Diamanten noch Edelsteine enthielt. Das scheint eine ungewöhnliche Wahl, die aber für die Mitglieder der königlichen Familie nicht ungewöhnlich ist – bei ihrem Schmuck sind sie gern ausgefallen –, vor allem wenn es um Verlobungsringe geht.

Tatsächlich trug Chattos eigene Großmutter ein recht ungewöhnliches Modell, das einer Rose nachempfunden war – als Hommage an ihren zweiten Vornamen. Selbst Königin Victoria (Chattos Ur-Ur-Ur-Urgroßmutter), die oft als Inbegriff von Tradition und Konservativismus angesehen wurde, besaß einen unkonventionellen Verlobungsring, der so gestaltet war, dass er wie eine Schlange aussah, die sich in den Schwanz beißt. Königin Victorias Schwiegertochter, Prinzessin Alexandra von Dänemark, besaß sogar einen sogenannten "Akrostichon-Ring", bei dem die Edelsteine so ausgewählt waren, dass sie ein Wort bildeten – in diesem Fall "Bertie" (den Spitznamen ihres Mannes).
Vielleicht liegt es daran, dass ein schlichter Diamant-Solitär viel zu alltäglich wirkt – oder vielleicht ist es einfach so, dass man sich bei einem Ring, auf den so viele Augen gerichtet sind, beim Design wirklich etwas Besonderes einfallen lassen kann.
Hier sind die Geschichten hinter den ungewöhnlichen Verlobungsringen der Royals
Königin Victoria

Königin Victoria
BettmannAngesichts dessen, was wir über die Stärke ihrer Liebe wissen, überrascht es nicht, dass Prinz Alberts Verlobungsring für Königin Victoria eine besonders romantische Bedeutung hatte. Der vom Prinzen selbst entworfene Ring aus 18-Karat-Gold zeigte eine Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst, mit Rubinen als Augen, einem Diamanten als Mund und einem Smaragd in der Mitte, der den Geburtsstein der Königin symbolisierte. Die Idee stammte von den alten Römern, die sich oft gegenseitig "Ouroboros"-Ringe als Symbol für ewige Liebe schenkten. Die Wahl ist umso überraschender, wenn man bedenkt, dass Verlobungsringe im 19. Jahrhundert ein relativ neuer Trend waren und Diamantringe damals in Mode waren.
Wallis Simpson

Wallis Simpson mit ihrem Verlobungsring
Heritage Images/Getty ImagesAls der ehemalige König von England der amerikanischen Geschiedenen Wallis Simpson 1936 einen Heiratsantrag machte, tat er dies mit Stil. Der 19-Karat-Smaragdring wurde von Cartier entworfen und trug eine Gravur mit der Aufschrift "We are ours now 27 x 36" – eine Anspielung auf das Datum ihrer Verlobung am 27. Oktober 1936. Der große Edelstein war für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich. Diamanten lagen immer noch sehr im Trend, und man sah darin ein Symbol für die Entscheidung des Paares, mit der Tradition zu brechen. Zu ihrem 20. Hochzeitstag ließ Wallis den Ring von Cartier im Halo-Stil neu fassen, wobei Diamanten den riesigen Smaragd umgaben. Der Ring wurde später bei einer Auktion verkauft und erzielte bei Sotheby’s 1,9 Millionen Dollar.
Prinzessin Margaret

Der Verlobungsring von Prinzessin Margaret
FABRICE COFFRINI/Getty ImagesDas vielleicht Überraschendste an Prinzessin Margarets Verlobungsring ist, dass er nur knapp 300 Euro kostete – ein geringer Preis für eine der extravagantesten Frauen der königlichen Familie. Der Ring war eine Sonderanfertigung, die ihr Ehemann, der Fotograf Antony Armstrong-Jones, in der S.J.-Phillips-Boutique in der Bruton Street in London entwarf; er sollte wie eine Rosenknospe aussehen – eine liebevolle Anspielung auf ihren zweiten Vornamen. Er besteht aus drei Rubinen im Ovalschliff, die von kleineren runden Diamanten umgeben sind, und sitzt auf einem goldenen Ringband. Der Ring ging 2023 anlässlich deren 21. Geburtstags an ihre Enkelin, Lady Margarita Armstrong-Jones, über und wurde bei der Krönung von Charles III. getragen.
Königin Margrethe

Königin Margrethe mit ihrem Verlobungsring
ARIS MESSINIS/Getty ImagesDie Idee hinter dem "Toi-et-moi"-Ring ist von Natur aus romantisch: Seine beiden Steine symbolisieren traditionell die Verbindung zwischen zwei Seelen. Und obwohl sie heute recht beliebt sind – insbesondere bei den Prominenten –, war das nicht immer so. Als der spätere Prinz Henrik der damaligen Prinzessin Margrethe von Dänemark 1966 einen Heiratsantrag machte, galt dies als gewagte, romantische und ungewöhnliche Wahl – obwohl es in gewisser Weise eine Anspielung auf sein französisches Erbe war. Margrethes Ring ist mit zwei großen Diamanten besetzt und in Gelbgold gefasst. Vielleicht ließ sich Prinz Henrik von Napoleon Bonaparte inspirieren, der Joséphine de Beauharnais mit einem solchen Ring einen Heiratsantrag machte, oder sogar von JFK, der Jackie Kennedy einen solchen Ring schenkte.
Königin Camilla

Königin Camilla mit ihrem Verlobungsring
Wiktor Szymanowicz/Getty ImagesVom "Push Present" zum Verlobungsring ist nicht unbedingt ein üblicher Weg für ein Familienerbstück, aber genau das ist Königin Camillas Ring. Ursprünglich gehörte er der Königinmutter, die ihn nach der Geburt von Queen Elizabeth II. geschenkt bekam. Der Ring im Art-déco-Stil ist mit einem fünfkarätigen Diamanten im Smaragdschliff besetzt, flankiert von je drei Diamant-Baguettes auf jeder Seite. Es wird vermutet, dass König Charles sich entschied, mit diesem Ring einen Heiratsantrag zu machen, um seine verstorbene Großmutter zu ehren, zu der er eine besonders enge Beziehung hatte.
Prinzessin Eugenie

Prinzessin Eugenie mit ihrem Verlobungsring
JONATHAN BRADY/Getty ImagesJack Brooksbank machte Prinzessin Eugenie 2018 einen Heiratsantrag mit einem Ring, der einen äußerst seltenen Stein ziert – einen Padparadscha-Saphir im Ovalschliff, der einen zarten orange-rosa Farbton besitzt. Der Name des Saphirs leitet sich von dem Sanskrit-Wort für "Lotusblume" ab, der er angeblich ähnelt. Der von zehn kleinen Diamanten umgebene Ring wurde mit dem Ring von Prinzessin Margaret verglichen, obwohl er Berichten zufolge so gestaltet wurde, dass er dem Ring ähnelt, den Eugenies Mutter, Sarah Ferguson, trug.
Dieser Artikel erschien im Original auf Vogue.co.uk.
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