Genialer Garten-Trick: Das passiert, wenn Sie ein leeres Glas auf den Rasen stellen

Dieser Trick rettet Ihren Rasen: Warum Sie jetzt sofort ein Marmeladenglas in den Garten stellen sollten

Stand: 13.07.2026, 15:16 Uhr

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Der häufigste Fehler beim Rasengießen kostet Wasser und schadet dem Grün. Mit einem Marmeladenglas lösen Sie das Problem – schnell, kostenlos und effektiv.

Kassel – Eine neue Hitzewelle kann für Ihren Rasen erneut eine hohe Belastung darstellen: Das Grün verliert seine Farbe, die Halme werden gelb und die Rasenfläche sieht aus, als hätte sie aufgegeben. Doch meistens liegt das Problem nicht an der Hitze allein – sondern am falschen Gießen. Wer seinen Rasen zu selten, zu oft oder zur falschen Zeit bewässert, schadet ihm mehr, als viele denken.

Rasen gießen im Garten: Worauf Sie jetzt achten sollten (Symbolbild)

Wer seinen Rasen täglich gießt, macht alles falsch. Ein simpler Trick mit einem Marmeladenglas zeigt, wie viel Wasser der Rasen wirklich braucht – und wann es reicht (Symbolbild). © T.Seeliger/snapshot-photography/Imago

Dabei braucht es keine teure Technik und kein Gartenexpertenwissen, um den eigenen Rasen durch den Sommer zu bringen. Ein leeres Marmeladenglas aus dem Küchenschrank kann die entscheidende Hilfe sein – kostenlos, unkompliziert und erstaunlich effektiv. Der sogenannte Marmeladenglas-Trick ist unter Hobbygärtnern zwar noch wenig bekannt, aber er funktioniert zuverlässig. Hier erfahren Sie, warum.

Der größte Fehler beim Rasenwässern – und wie Sie ihn vermeiden

Viele Gartenbesitzer gießen ihren Rasen täglich – in der Hoffnung, ihm damit etwas Gutes zu tun. Das Gegenteil ist der Fall. Wer täglich kleine Wassermengen gibt, versorgt lediglich die oberste Bodenschicht. Das Wasser verdunstet schnell, bevor es in die Tiefe gelangt – und die Wurzeln des Rasens bleiben flach und wenig widerstandsfähig. Wie Gartenexperte Elmar Mai gegenüber ZDFheute erklärt, kommt es nicht darauf an, wie oft gegossen wird, sondern wie viel Wasser tatsächlich die tieferen Bodenschichten erreicht. Nur dann könne der Rasen tiefe, kräftige Wurzeln ausbilden, die auch bei Hitze noch gut mit Feuchtigkeit versorgt sind.

Die Faustregel lautet daher: lieber seltener, dafür aber gründlich bewässern. In Trockenperioden reicht es aus, den Rasen zwei- bis dreimal pro Woche zu wässern – je nach Wetterlage und lokalen Gießverboten. Die richtige Wassermenge liegt je nach Bodenart zwischen 10 und 20 Litern pro Quadratmeter. Lehmige Böden benötigen rund 15 bis 20 Liter, sandige Böden kommen mit 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter aus. Auch sollte die Höhe des Rasens den Temperaturen angepasst sein.

So funktioniert der Marmeladenglas-Trick

Hier kommt das Marmeladenglas ins Spiel. Das Prinzip ist denkbar einfach: Bevor Sie den Rasensprenger oder die Bewässerungsanlage einschalten, stellen Sie ein leeres Marmeladenglas – oder ein vergleichbares Trinkglas – auf den Rasen. Dann starten Sie wie gewohnt die Bewässerung.

Gartenexperte Elmar Mai empfiehlt laut ZDFheute konkret: „Während des Wässerns ein 0,2-Liter-Glas auf den Rasen stellen. Ist es halb gefüllt, reicht die Wassermenge aus.“ Das entspricht einem Wasserstand von etwa einem Zentimeter. Als Orientierungswert wird auch oft ein Pegelstand von rund 1,5 bis 3 Zentimetern – je nach Glas und Rasenbeschaffenheit genannt.

Praktischer Tipp: Markieren Sie die Ziellinie vorab mit einem wasserfesten Stift auf dem Glas, so können Sie auf einen Blick ablesen, wann genug Wasser geflossen ist. Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals und stoppen Sie dabei die Zeit – so entwickeln Sie ein verlässliches Gefühl dafür, wie lange Ihr Sprenger laufen muss, um die nötige Wassermenge zu liefern.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen?

Das Marmeladenglas verrät Ihnen, wie viel Wasser Ihr Rasen bekommt – doch der Zeitpunkt des Gießens ist mindestens genauso wichtig. Laut NDR-Gartenexperte Peter Rasch eignen sich die frühen Morgenstunden am besten zum Gießen. Der Grund: Pflanzen, die beim Bewässern nass werden, können in der milden Morgensonne abtrocknen. Außerdem verdunstet durch die geringere Sonneneinstrahlung deutlich weniger Wasser, das stattdessen in den Boden einzieht und tatsächlich den Wurzeln zugute kommt.

Wer abends gießt, riskiert, dass Feuchtigkeit über Nacht auf den Halmen verbleibt – das kann Pilzkrankheiten begünstigen. Das Gießen am helllichten Tag hingegen ist gleich doppelt problematisch: Wassertropfen auf den Blättern wirken wie kleine Lupen und können in Verbindung mit starker Sonneneinstrahlung die Pflanzen verbrennen. Zudem verdunstet ein großer Teil des Wassers, bevor es überhaupt den Boden erreicht.

Alternative: Spatenstich und Regenmesser

Wer kein Marmeladenglas zur Hand hat oder eine zweite Kontrollmöglichkeit nutzen möchte, kann zur sogenannten Spatenprobe greifen: Einfach einen Spatenstich tief in den Boden stechen und prüfen, ob die Erde über die gesamte Tiefe feucht ist. Ist das der Fall, muss nicht nachgegossen werden. Lesen Sie den Wasserzähler vor und nach dem Gießen ab. So lässt sich genau nachverfolgen, wie viel Wasser auf der Fläche gelandet ist.

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Wenn der Rasen trotzdem braun wird – kein Grund zur Panik

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Grundsätzlich gilt: Aus ökologischer Sicht sollte erst dann gewässert werden, wenn der Rasen eindeutig Trockenstress zeigt. Ein leeres Marmeladenglas – das wohl günstigste Gartengerät, das es gibt – hilft dabei, diesen Moment präzise zu erkennen und nicht zu früh oder zu spät zu reagieren. (Quellen: Zdf.de, Ndr.de, eigene Recherche) (str)