Digitale Teilhabe: Digitale Teilhabe - Frankfurt unterstützt Senioren

Quelle: dpa Hessen 15. September 2026, 1:20 Uhr

Digitale Teilhabe: Die Stadt Frankfurt unterstützt die Anschaffung von Tablet, Smartphone und Co. für Ältere mit weniger Geld. (Symbolbild)
Die Stadt Frankfurt unterstützt die Anschaffung von Tablet, Smartphone und Co. für Ältere mit weniger Geld. (Symbolbild) © Fernando Gutierrez-Juarez/​dpa

Ob Online-Banking, das Vereinbaren von Arztterminen oder der Kauf von Parktickets per App: Viele Teile des alltäglichen Lebens laufen größtenteils online ab. Nun will die Stadt Frankfurt die digitale Teilhabe von älteren Menschen verbessern. 

«Unser Ziel ist klar: Ältere Menschen sollen nicht von wichtigen Angeboten und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, nur weil vieles heute digital funktioniert», erklärte unlängst Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes.

Zuschuss für Laptop und Co für einkommensschwache Senioren

Zum einen können ältere Menschen mit geringem Einkommen einen Zuschuss von 250 Euro für die Anschaffung eines digitalen Endgeräts beantragen - also beispielsweise für ein Smartphone, Tablet oder Laptop. 

Diese Unterstützung kann ab dem vierten Quartal 2026 in jedem Frankfurter Sozialrathaus angefragt werden - nachdem das Angebot zuvor in einzelnen Häusern gestartet war. Es richtet sich laut den Angaben an Frankfurterinnen und Frankfurter ab 65 Jahren, die Sozialleistungen beziehen - beispielsweise Grundsicherung oder Wohngeld - oder einen Frankfurt-Pass besitzen.

Zum anderen gibt es generell Schulungsangebote für Seniorinnen und Senioren. Diese richten sich den Angaben zufolge insbesondere an diejenigen, die bisher wenig Erfahrung mit digitalen Medien haben.

Anteil der «Offliner» unter älteren Menschen am größten

Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden waren Stand 2025 einige Millionen Menschen bundesweit sogar noch nie im Netz. Gut drei Prozent der Menschen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren seien nach eigenen Angaben sogenannte Offliner - «sie hatten noch nie das Internet genutzt».

Besonders viele «Offliner» gab es demnach erwartungsgemäß unter den Älteren. «Am größten war der Anteil derer, die das Internet noch nie genutzt haben, in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen: Hier war 2025 rund ein Zehntel (zehn Prozent) offline.»

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