Doch keine KI-Roboter von Sexpuppen-Hersteller an New Yorker Schule

Ein New Yorker Schulbezirk stoppt den Einsatz eines humanoiden KI-Roboters im Unterricht. Nach lauter Kritik von Lehrkräften und Eltern steht das Pilotprojekt vorerst still. Die Bedenken reichen von Datenschutz bis zur Herkunft der Hardware.

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Realbotix

KI-Roboter in New York gestoppt

Der Schulbezirk Salamanca im US-Bundesstaat New York hat die Einführung eines humanoiden Roboters namens Sally an einer High School vorerst ausgesetzt. Das 58.000 Dollar (etwa 50.973 Euro) teure Pilotprojekt sollte Schülern den Umgang mit Künstlicher Intelligenz näherbringen. Nach starken Protesten von Gewerkschaften, Eltern und der Bildungsbehörde wurde das Vorhaben Ende Juli 2026 auf Eis gelegt.

Der stationäre Roboter verfügt über ein Gesicht aus Silikon und braune Haare. Er sollte im Rahmen eines Robotik-Lehrplans eingesetzt werden, um Schülern in der ländlichen Region den Zugang zu modernen Technologien zu erleichtern. Befürworter sahen darin eine Chance, Benachteiligungen abzubauen. Die Technik sollte lokal ohne Internetanbindung arbeiten und keine persönlichen Daten aufzeichnen.

Dennoch formierte sich schnell Widerstand. Wie die New York Times berichtet, äußerte die staatliche Bildungsbeauftragte Betty Rosa Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Rolle des Roboters im Unterricht. Zudem kritisierten Lehrkräfte, dass der Hersteller Realbotix mit einem Unternehmen verbunden ist, das lebensechte Sexpuppen produziert. Der Produzent betonte allerdings, dass beide Firmen unabhängig voneinander agieren.

So, hust, "lebensecht" sind die Roboter von Realbotix


Bedenken der Lehrkräfte

Die Lehrergewerkschaft verurteilte den Einsatz der Maschine scharf. Die Präsidentin der Gewerkschaft argumentierte, dass Schüler echte Beziehungen zu Erwachsenen bräuchten und keine Maschinen. Es entstand die Sorge, dass der Roboter langfristig menschliches Personal ersetzen könnte. Der zuständige Schulrat Mark Beehler wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass Lehren ein rein menschlicher Prozess bleibe.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Demografie des Schulbezirks, der auf dem Gebiet der Seneca Nation liegt. Einige Anwohner empfanden es als unpassend, ein solches Experiment an einer Schule mit einem hohen Anteil indigener Schüler durchzuführen. Der Schulbezirk will die Pause nun nutzen, um die Datenschutzvereinbarungen zu überarbeiten und den Dialog mit der Gemeinde zu suchen.

Zukunft des Projekts offen

Ob und in welcher Form der Roboter jemals im Klassenzimmer eingesetzt wird, steht bisher nicht fest. Die Debatte beleuchtet die allgemeinen Herausforderungen, die mit der Integration von Künstlicher Intelligenz in den Bildungssektor einhergehen. Während einige Personen den frühen Kontakt mit neuen Technologien fordern, warnen andere vor Risiken für die Entwicklung der Kinder.

Wie seht ihr den Einsatz von humanoiden Robotern in der Schule? Überwiegen für euch die Chancen oder die Risiken? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung

  • Ein Schulbezirk in New York stoppt vorerst den Einsatz eines KI-Roboters
  • Das 58.000 Dollar teure Projekt sollte Schülern moderne Technik zeigen
  • Gewerkschaften, Eltern und die Bildungsbehörde äußerten starke Proteste
  • Kritiker bemängeln Datenschutzfragen und die Herkunft des Herstellers
  • Lehrkräfte befürchten, dass Maschinen soziale Kontakte ersetzen könnten
  • Die Zukunft des Projekts an der betroffenen High School bleibt unklar

Siehe auch:

  • USA verbieten Einfuhr ausländischer Roboter und Solar-Wechselrichter
  • Sexpuppen-Hersteller liefert jetzt auch KI-Roboter für Schulen
  • Kriegsnovum: Marinedrohne setzt bewaffneten Bodenroboter ab
  • Humanoide Roboter führen erstmals erfolgreich eine Operation durch
  • 10 Mio. Stück bis 2040: Japan will Land mit Robotern regelrecht fluten