Dramatische Lage im Ukraine-Krieg: Rumänien schießt erstmals feindliche Drohne ab
Stand: 24.07.2026, 18:14 Uhr
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Wieder dringt eine fremde Drohne – vermutlich russischer oder ukrainischer Herkunft – in den rumänischen Luftraum ein. Nun reagierte Rumäniens Militär erstmals.
Padina – Im andauernden Ukraine-Krieg drangen russische oder ukrainische Drohnen bereits wiederholt in NATO-Luftraum ein – etwa in den Rumäniens. Erst im Mai (29. Mai) schlug ein von russischem Territorium aus abgefeuerter Flugkörper mit Zielrichtung auf die Ukraine in der Stadt Galați im Südosten Rumäniens ein. Angaben örtlicher Behörden zufolge wurden durch den Drohnen-Fehlschlag zwei Zivilisten verletzt.

Nun ereignete sich der nächste Vorfall dieser Art: Wieder drang eine fremde Drohne in den rumänischen Luftraum ein. Dieses Mal jedoch reagierte das rumänische Militär und entschärfte die Gefahr eines potenziellen Fehlschlags auf eigenem Territorium durch den Abschuss des fremden Flugkörpers.
Rumäniens Militär schießt erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs fremde Drohne über eigenem Luftraum ab
Rumäniens Präsident Nicușor Dan teilte am Vormittag mit, dass Militär seines Landes habe erstmals seit Beginn von Russlands Invasion der Ukraine im Februar 2022 eine fremde Drohne über dem eigenen Luftraum durch Beschuss zum Absturz gebracht. Das Geschoss sei am Vormittag von einem rumänischen F-16-Piloten vom Himmel geholt worden, teilte Dan übereinstimmenden Medienberichten zufolge mit. Über den Vorfall berichteten sowohl rumänische Medien – darunter G4 Media und Adevarul – als auch internationale Medien, so etwa n-tv.
Wie das rumänische Verteidigungsministerium erklären ließ, sei die Drohne unweit der Stadt Padina im Kreis Buzau im Osten Rumäniens abgeschossen worden. Gegenwärtig ist jedoch noch unklar, von wo aus die Drohne abgefeuert worden war, bevor sie den rumänischen Luftraum erreichte. Angesichts dessen seien Untersuchungsteams beauftragt worden, Details zu dem Fall offenzulegen.
Auch zwei italienische Kampfflugzeuge waren am Einsatz beteiligt
Wie Rumäniens Verteidigungsministerium weiter verlauten ließ, waren neben der rumänischen F-16 auch zwei italienische Kampfflugzeuge am Abschuss des unbemannten Flugkörpers fremder Herkunft beteiligt. Der „Erfolg“ sei zudem aber auch der gelungenen Zusammenarbeit mit den anderen NATO-Truppen zu verdanken, erklärte die rumänische Außenministerin Toiu Oana auf dem Kurznachrichtendienst X.
„Der Weg zu mehr Sicherheit ist der Weg zum Frieden an unserer Grenze. Wir werden unsere Bürger schützen und internationale Bemühungen unterstützen, unseren Nachbarn zu helfen, die das Leben unschuldiger Zivilisten vor diesen illegalen Angriffen schützen“, schrieb Rumäniens Außenministerin.
Rumänien teilt eine rund 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine und erlebte seit Beginn des Ukraine-Kriegs mehrere Luftraumverletzungen durch ukrainische und russische Drohnen. Dass der Abschuss einer fremden Drohne über dem rumänischen Luftraum wie im aktuellen Fall überhaupt möglich wurde, ist einer Gesetzesänderung zu verdanken. Sie war vom Parlament in Bukarest bereits im Vorjahr verabschiedet worden, wie das rumänische Nachrichtenportal Digi 24 Ende Februar 2025 berichtet hatte. (Quellen: G4 Media, Adevarul, n-tv, X, Digi 24) (fh)