Stand: 04.08.2026, 20:25 Uhr
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Die vier Neuzugänge der BG Göttingen durchliefen am Sonntagvormittag einen zweistündigen Leistungstest. Physio und „Athleticum“-Chef Sebastian Junge erfasste samt seiner Mitarbeiter Sprungkraft, Beinkraft und Sprintgeschwindigkeit auf iPads.
Göttingen – Ungewöhnliche Zeit für eine Sportreportage: Sonntagvormittag kurz nach 10 Uhr im Basketball-Zentrum und dem angrenzenden „Athleticum“ von Sebastian Junge. Leistungstest der Spieler von Basketball-Zweitligist BG Göttingen. Zwei der vier Neuzugänge sind schon da, Junge, sein Mitarbeiter Nils Senf und BG-Physio Uwe Klaßen ebenfalls.

Im Hintergrund läuft Musik von Michael Jackson, das sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Omar Pajic – in lila Schuhen – ist mit Senf bei Sprungübungen. Mit zwei Beinen, mit einem Bein wird auf Messpunkte gesprungen, danach auch von einer kleinen Bank. Alles wird akribisch auf iPads von Senf und Junge festgehalten. „So bekommen wir einen Überblick über das Leistungsvermögen der Spieler“, erklärt Junge. „Und nach eventuellen Verletzungen können wir sehen, auf welchen Stand die Spieler wiedergebracht werden müssen.“
„So bekommen wir einen Überblick über das Leistungsvermögen der Spieler.
Drei Meter weiter liegt der Radvilas Kneizys mit dem Rücken auf einer Matte, davor ein Messgerät, das aussieht wie eine Leichtathletik-Hürde. Der neue Litauer muss mit diesem Gerät – vereinfacht gesagt – seine Kraft in den Beinen messen lassen. „Push, push, push“, feuert Junge den neuen Spieler an, der einen durchtrainierten Eindruck macht. Kneizys gibt alles, das sieht man an seinem angestrengten Gesichtsausdruck, und drück und drückt und drückt. Nach oben, nach unten und auch seitwärts.
Währenddessen schlurft Zac Watson aus der BG-Umkleidekabine über das Trainingsfeld Richtung „Athleticum“. Der bärtige Neue von den RheinStars Köln macht sich etwas warm für die Übungen, die nun auf ihn zukommen. Auch den Amerikaner erwartet das gleiche Messprogramm. Er absolviert wie die anderen kurze Sprints, die mithilfe einer Lichtschranke erfasst werden.
Unterdessen ist auch Gaston Nguyen eingetroffen, der drei Tage in Berlin in einem Basketball-Camp war, das die Wagner-Brüder veranstaltet hatten. „Die sind ganz normal gewesen“, berichtet Nguyen, der kommende Saison mehr Spielzeit bekommen soll. Er zockt ein bisschen am anderen Ende der Halle mit den Bode-Brüdern. Zwischendurch lässt sich auch der neue lettische Coach Martins Gulbis mit Rucksack auf dem Rücken und sein neuer litauischer Assistent Martynas Airosius blicken. Aus der Lounge beobachten sie das Treiben in der Halle einige Zeit.
Als letzter der Neuzugänge kommt Tai Bibbs in die Halle. Mit einem T-Shirt samt Aufschrift „Dream Factory“. Wird sein neuer Klub nun zu einer Traum-Fabrik? Man wird sehen. Auch Bibbs, der neue Spielmacher, macht sich warm für die bevorstehenden Messungen der Physios. Auch BG-Teammanager Moritz Gautel ist vor Ort, berichtet kurz von der Verteilung der Wohnungen und der neuen E-Autos an die Spieler. Die Veilchen fahren jetzt fast komplett elektrisch. Zudem galt es für Gautel, den nötigen „Papierkram“ für die ProA-Liga und die Behördengänge für die Spieler zu managen. Viel Arbeit im Hintergrund, von der die Außenstehenden kaum etwas mitbekommen. Im Hintergrund läuft jetzt „Don’t stop believing“, der Uralt-Klassiker von „Journey“. Er rundet den rund zwei Stunden dauernden Leistungs-Check bei den Veilchen ab. So sollte man nicht aufhören, daran zu glauben, dass die kommende Saison nach den Wünschen und Hoffnungen aller Beteiligten läuft.
Neben dem Leistungs-Check durchliefen alle Spieler auch die medizinischen Untersuchtungen bei den BG-Teamärzten.

BBL-Pokal: Für das Spiel gegen den MBC ist jetzt der Spielbeginn festgelegt worden. Tip-off: Samstag, 12. September, 20 Uhr. (Helmut Anschütz/gsd)