Durch den Fleischwolf gedreht Feine Unterschiede: Wann es Hack, Mett und Tatar ist
München · Hackepeter und Mett mit Zwiebeln, Tatar mit Eigelb: Beide werden oft roh gegessen, doch sie unterscheiden sich. Warum es bei Einkauf und Zubereitung auf Tempo ankommt, erklärt eine Ernährungsexpertin.
21.10.2026 , 14:10 Uhr
Mett landet gern roh auf einem Brötchen mit Zwiebeln als Topping.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Im Osten Deutschlands heißt es bei vielen rustikal-gemütlich Hackepeter, im Süden und Westen eher Mett, was auch die Hauptzutat des einst so kultigen Mett-Igels wurde. Regional sagt man zum Hack beim Metzger auch schon mal nur Gehäck oder Gehacktes. Egal, wie es genannt wird, es handelt sich dabei um zerkleinertes Fleisch.
Man kann zwar jegliches Fleisch von Rind, Schwein, Lamm, Kalb, Wild oder Geflügel durch den Fleischwolf drehen - heraus kommt dann immer Hackfleisch. „Das ist sozusagen der Oberbegriff“, erklärt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.
Wie Schweinehack zu Mett wird
Für Tatar verwenden Metzgereien häufig edle magere und hochwertige Fleischstücke.
Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Für klassisches Mett wird dagegen immer Schweinefleisch verwendet. „Dafür wird es üblicherweise schon vom Metzger mit Salz und Pfeffer gewürzt. Es landet bei vielen gern roh auf dem Brötchen mit ordentlich viel Zwiebeln obendrauf“, erklärt die Ernährungsexpertin.
Ist Tatar einfach nur Mett für Feinschmecker?
Könnte man fast so sagen, findet Krehl. Aber im Gegensatz zu Mett wird Tatar aus fein zerkleinertem, magerem Rindfleisch hergestellt. Man kauft es in der Regel ungewürzt und verfeinert es laut der Ernährungsexpertin selbst - beispielsweise ganz kreativ mit Senf, Kapern, Zwiebeln und Pfeffer. Meist kommt auch noch ein Eigelb dazu. „Für Tatar verwenden Metzgereien häufig edle magere und hochwertige Fleischstücke wie Filet oder Hüfte. Deshalb ist es meist teurer als herkömmliches Rinderhack“, erklärt Daniela Krehl.
Achtung vor raschem Verderb
„Weil das Hackfleisch in ganz kleine Stücke zerteilt ist, entsteht eine immens große Oberfläche, wo sich Bakterien vermehren können“, erklärt die Ernährungsfachfrau. Ihre hygienischen Tipps zum Umgang mit dem Hack:
- Schon beim Einkauf gilt es, darauf zu achten, frisches Hackfleisch möglichst gekühlt nach Hause zu bringen. Es sollte möglichst noch am Einkaufstag zubereitet werden. Das gilt besonders für rohes Mett und Tatar. Krehl: „Weil bei denen ja keine Erhitzung vorgesehen ist, rät man Schwangeren, kleinen Kindern, älteren Leuten und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ganz darauf zu verzichten.“
- Messer und Schneidebrettchen sollten nach dem Umgang immer gründlichst gereinigt und nicht damit und darauf der nächste Salat zubereitet werden.
- Wer das Fleisch nicht sofort zubereiten kann, sollte es einfrieren. Tiefgefroren hält sich Hackfleisch bis zu drei Monate. Vor dem Verzehr sollte es vollständig aufgetaut und gut durchgegart werden.
© dpa-infocom, dpa:261021-930-872226/1
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