Eberl setzt Olise Frist für Vertragsverlängerung
Stand: 09.09.2026, 21:17 Uhr
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FC Bayern will Klarheit über Olises Zukunft. Sportvorstand Eberl nennt erstmals einen konkreten Zeitplan – und schickt eine klare Botschaft an den Superstar.
München – Er ist der vielleicht spektakulärste Spieler im Kader des FC Bayern, ein Künstler mit dem Ball, der selbst in Socken auf einem New Yorker Bolzplatz für Aufsehen sorgt. Michael Olise hat sich an der Säbener Straße in kürzester Zeit zur absoluten Schlüsselfigur entwickelt. Doch so sehr der 24-Jährige sportlich begeistert – hinter den Kulissen stellt sich längst eine Frage, die den Rekordmeister beschäftigt: Wie lange bleibt Olise?

Sportvorstand Max Eberl hat in einem Interview mit der Sport Bild nun Einblicke in die Zukunftsplanung gegeben. Dabei ließ er keinen Zweifel daran, wie sehr er den Franzosen schätzt. „Michael ist jemand, der einfach nur Fußball spielen möchte“, sagte Eberl. „Ich liebe ihn, ich liebe seine Art. Er ist ein wunderbarer Fußballer und ein Charakter, der sagt: Fußball ist mein Leben.“
Olise-Vertrag beim FC Bayern: Eberl nennt Deadline für Verlängerungsgespräche
Doch hinter der Zuneigung steckt auch Kalkül. Eberl legte erstmals einen zeitlichen Rahmen für die Vertragsgespräche fest: Bis zum Sommer 2027 soll klar sein, ob Olise seinen Kontrakt über 2029 hinaus verlängern will. „Wir sollten bis zum nächsten Sommer wissen, ob es eine Tendenz zur Verlängerung von seiner Seite aus gibt oder nicht“, sagte der Sportvorstand. Eine echte Deadline – wenn auch in sanftem Ton verpackt.
Dabei betonte Eberl ausdrücklich, dass Olises Vertrag keine Ausstiegsklausel enthält. Real Madrid und Paris Saint-Germain sollen dem Vernehmen nach Interesse an dem Franzosen haben, doch bislang habe es keinerlei konkrete Signale für einen Abgang gegeben. Während der Weltmeisterschaft habe Olise lediglich per WhatsApp Eberl ein Foto mit Manu Kone geschickt – verbunden mit Grüßen aus den USA. Kein Wort über einen Wechsel, kein Druck auf die Verantwortlichen.
Die Frage, ab welcher Ablösesumme Bayern ins Grübeln käme, beantwortete Eberl mit einer Ansage, die Stärke demonstrieren soll: „Wenn man die Champions League gewinnen will, stellt sich diese Frage nicht.“ Für den Sportvorstand ist die Sache damit klar: Olise steht nicht zum Verkauf – egal, welche Summe auf dem Tisch liegt. Das ist das Schöne bei Bayern München, so Eberl: Man müsse bei keiner Summe schwach werden.
Eberl sprach von einer „außergewöhnlichen Entwicklung“, die der Franzose beim Rekordmeister genommen habe. Man werde sich „zu gegebener Zeit hinsetzen“ und über die Zukunft reden – die Basis dafür scheint auf beiden Seiten vorhanden. Olise verdient dem Vernehmen nach rund 13 bis 15 Millionen Euro pro Saison, eine Verlängerung hätte für den Klub also durchaus finanzielle Relevanz.
Olise selbst gibt derweil wenig preis – ganz so, wie es seiner Art entspricht. Eberl kennt das und nimmt es mit Humor. Bis zum Sommer 2027 aber soll der Superstar Farbe bekennen. Bayern hat die Karten auf den Tisch gelegt – und mit dem Verweis auf die fehlende Ausstiegsklausel auch gleich klargemacht, wer in dieser Partie am längeren Hebel sitzt. Auch Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen ließ kürzlich mit einer Prognose zur Olise-Zukunft aufhorchen. (ck)