EC Bad Nauheim: Platz zwei beim Sommerturnier in Garmisch

Stand: 23.08.2026, 20:28 Uhr

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-10- Julian Kornelli (-A- EC Bad Nauheim) gegen -42- Tim Heyter (Lausitzer Füchse), Vorbereitungsturnier Garmisch - EC Bad Nauheim gegen Lausitzer Füchse, Garmisch-Partenkirchen, Olympia-Eissport-Zentrum Garmisch, 23.08.26

Endspielszene: Julian Kornelli (rechts) vom EC Bad Nauheim kommt gegen Tim Heyter (Lausitzer Füchse) nicht an den Puck. © A. Chuc

Der EC Bad Nauheim wurde beim Sommerturnier des SC Riessersee Zweiter. Im Finale verpasst man erst im Penaltyschießen gegen die Lausitzer Füchse den Sieg.

Mit einem soliden Erfolg und einer Shootout-Niederlage endete das Wochenende für den EC Bad Nauheim in Garmisch-Partenkirchen. Für die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet stand in Oberbayern der Testspiel-Auftakt an. Und die Roten Teufel schlossen das Eishockey-Sommerturnier des SC Riessersee auf Platz zwei ab. Im Endspiel am Sonntag, das 302 Zuschauer verfolgten, gewannen die Lausitzer Füchse mit 2:1 im Penaltyschießen. Das „kleine Finale“ ging an die Saale Bulls Halle (5:2 gegen den Gastgeber).

Tags zuvor kamen die Hessen zu einem ungefährdeten 2:0-Erfolg über den Ausrichter aus der Oberliga. Weißwasser hatte die Saale Bulls Halle indes mit 5:1 bezwungen. „Wir sind erst am Anfang. In Sachen Kampf und Fitness bin ich mit dem Wochenende sehr zufrieden. Gegen Riessersee müssen wir fünf, sechs Tore machen. Gegen Weißwasser waren ein paar blöde Fehler dabei“, analysierte Gaudet.

Das Finale zwischen den beiden Zweitligisten war eine hitzige Angelegenheit mit etlichen Strafzeiten. Die ersten beiden Drittel blieben torlos. Für die Wetterauer hatten Raphael Jakovlev und Julian Kornelli aussichtsreiche Möglichkeiten zu verzeichnen. Weniger als eine Minute nach Wiederbeginn im dritten Abschnitt traf Kontingent-Stürmer Jordan Hickmott dann per Direktschuss aus zentraler Position zum 1:0 und brachte die Roten Teufel in Führung.

Dann erregten sich die Gemüter und es hagelte Strafzeiten. Dabei überstand Bad Nauheim sogar 1:30 Minuten doppelte Unterzahl und zeigte sich in Sachen Penaltykilling bereits in Frühform. EC-Goalie Julius Schulte, der im Endspiel für Jerry Kuhn zwischen die Pfosten rückte, parierte mehrfach glänzend – unter anderem gegen Christopher Theodore und Clarke Breitkreuz. Kaum hatte das Gaudet-Team jedoch die Füchse-Powerplays überstanden, da führte eine Unachtsamkeit der Kurstädter zum Ausgleich. Theodore zeichnete für das 1:1 der Lausitzer verantwortlich.

Beide Mannschaften hatten sich gegen ein sofortiges Penaltyschießen entschieden und gingen in die Verlängerung. Hier verpassten Kevin Maginot (Bad Nauheim) und David Rundqvist (Weißwasser) noch mal Hochkaräter. Der EC-Zugang war dann im Shootout der einzige erfolgreiche Wetterauer Schütze. Das reichte aber nicht. Am Ende hatten die Füchse die besseren Nerven. Adam Brady setzte den Schlusspunkt.

44:17 Torschüsse

Am Samstag konnten die Roten Teufel vor 910 Zuschauern – darunter ca. 100 EC-Fans – ein 2:0 über den SC Riessersee feiern. Dabei bejubelte EC-Goalie Jerry Kuhn einen Shutout. Dennoch verpassten es die über die gesamte Spielzeit dominierenden Kurstädter, gegen die Oberliga-Truppe mehr Tore zu erzielen. Die Überlegenheit der Wetterauer bei den Torschüssen (44:17) war erdrückend.

SC-Torhüter Andi Mechel bewahrte sein Team im ersten Drittel vor dem Rückstand. Dann reagierte EC-Youngster Leon Bußmann zu Beginn des zweiten Abschnitts schnell und brachte seine Farben aus dem Getümmel heraus in Front. Nauheim überstand zwei Powerplays der Oberbayern. Vier Minuten vor Schluss erhöhte Charlie Sarault auf 2:0.

Turnierkader, EC Bad Nauheim: Kuhn, Schulte – Maginot, Tiffels, Erk, Keussen, Lemke, Pruden, Root, Kauhanen – Jakovlev, McPherson, Hickmott, Kornelli, Sarault, Marcinew, Preto, Schiemenz, Volek, Cimmerman, El-Sayed, Bußmann.

Tore (Halbfinale): 0:1 (24.) Bußmann (Erk), 0:2 (56.) Sarault (Kornelli, Marcinew).

Tore (Finale): 1:0 (41.) Hickmott (McPherson, Volek), 1:1 (53.) Theodore (Sager), 1:2 Brady (Penalty).