EH55-Plus: Bund stockt Bauförderung auf

Stand: 12.10.2026, 21:52 Uhr

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Bis zu 100.000 Euro KfW-Kredit je Wohnung: Der Bund legt Geld nach. Anträge sind möglich, solange Mittel reichen – längstens bis Ende 2026.

Das ursprüngliche Budget von 800 Millionen Euro drohte auszulaufen. Zusätzliche Mittel sollen weitere Bauprojekte ermöglichen. Anträge sind längstens bis Ende 2026 möglich.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Markt und Mittelstand.

Die Bundesregierung stockt die EH55-Plus-Förderung für genehmigte Neubauprojekte auf. Wegen hoher Nachfrage drohte das ursprünglich eingeplante Budget von 800 Millionen Euro noch vor Jahresende ausgeschöpft zu sein. Die zusätzlichen Mittel sollen die Förderung weiterer Bauprojekte ermöglichen. Wie hoch die Aufstockung ausfällt, geht aus der Mitteilung des Bundesbauministeriums nicht hervor.

Baustelle eines Einfamilienhauses

Fördermittel gibt es für Häuser mit bestimmtem Energiestandard und umweltfreundlicher Heizung. (Illustration) © Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn

Seit dem Programmstart im Dezember 2025 wurden rund 52.100 Wohneinheiten mit einem Kredit- und Zuschussvolumen von rund 4,9 Milliarden Euro gefördert. Stand ist der 5. Oktober 2026. Wegen der gestiegenen Nachfrage wäre das ursprünglich eingeplante Förderbudget von 800 Millionen Euro voraussichtlich noch vor Jahresende ausgeschöpft gewesen.

Bis zu 100.000 Euro Kredit – nur mit Baugenehmigung

Gefördert werden Neubau und Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden im Effizienzstandard 55. Voraussetzung sind eine gültige Baugenehmigung bei Antragstellung und eine Wärmeerzeugung vollständig aus erneuerbaren Energien. Für Wohngebäude stehen zinsverbilligte KfW-Kredite von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit bereit. Kommunale Gebietskörperschaften können einen Zuschuss von 7,5 Prozent beantragen.

Anträge sind möglich, solange Programmmittel verfügbar sind – spätestens bis zum 31. Dezember 2026. Für Bauherren zählt damit nicht allein der Jahreswechsel: Die EH55-Plus-Förderung kann schon vorher enden, wenn die verfügbaren Mittel ausgeschöpft sind.

27 Monate bis zur Fertigstellung: Verbände fordern Verlässlichkeit

„Was sich in der Praxis bewährt hat, sollte gestärkt werden“, erklärt Olaf Demuth, Präsident der BAUINDUSTRIE. Die Aufstockung verhindere zusätzliche Verunsicherung am Wohnungsmarkt. „Bundesbauministerin Verena Hubertz zeigt Pragmatismus, indem sie im bestehenden Haushaltsrahmen die verfügbaren Spielräume für den Wohnungsbau ausnutzt. Diese kluge Schwerpunktsetzung ist richtig".

Auch Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, begrüßt die Entscheidung: „Damit ist die drohende Förderlücke erstmal vom Tisch.“ Zugleich verweist er auf lange Bauzeiten: „Von der Genehmigung bis zur Fertigstellung vergehen heute im Schnitt 27 Monate.“ Bauherren benötigten deshalb eine verlässliche und zinsstabile Förderung. Mehr Fördergeld schafft zunächst Spielraum; die Antragsfrist bleibt jedoch auf Ende 2026 begrenzt.

Quelle: BMWSB (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Markt und Mittelstand)

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