„Ein Glücksfall!“: Müllermilch-Besitzer Theo Müller jubelt über AfD-Erfolg

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Der Unternehmer Theo Müller hat den AfD-Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt als „Glücksfall“ bezeichnet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rief er zur Bildung einer Minderheitsregierung mit Unterstützung der AfD auf. Der „Welt am Sonntag“ sagte der 86 Jahre alte Mehrheitsgesellschafter der Molkereigruppe Müller („Müllermilch“, „Weihenstephan“, „Landliebe“), Merz solle die SPD aus der Regierung entlassen und mit wechselnden Mehrheiten regieren. „Da bliebe nur die AfD übrig“, sagte Müller. Ideal sei aus seiner Sicht: „Schwarz und Blau. Dann wäre Deutschland bald saniert.“

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Er habe AfD-Chefin Alice Weidel, mit der er nach eigenen Angaben befreundet ist, nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt geschrieben: „Gratuliere zum sensationellen Erfolg!“ Die Bürger von Sachsen-Anhalt hätten ein Signal an das ganze Land gesendet, sagte Müller. „Mit der bisherigen Politik kann es so nicht weitergehen.“ Auf die Frage, ob es AfD-Positionen gebe, die er ablehne, sagte Müller: „Ein Austritt aus der EU oder aus dem Euro ginge mir zu weit.“

Zu den bekanntesten Unternehmensteilen und Produkten der Molkereigruppe Müller zählen:

  • Molkerei Alois Müller (Müllermilch, Reine Buttermilch, Joghurt mit der Ecke, Kalinka Kefir, Froop)
  • Molkerei Weihenstephan (unter anderem Milch, Butter, Sahne, Joghurt, Quark)
  • Sachsen Milch (vor allem Milch-, Joghurt-, Butter- und Käseprodukte)
  • Landliebe (Südmilch, Puddis, Mondelice)
  • HOMANN (Kartoffel- und Nudelsalate, Dressings, Remouladen und Saucen)
  • weitere Unternehmensteile: Elinas, Lünebest, Almhof, Käserei Loose, Harzbube, Bönsel
Der Stammsitz der Unternehmensgruppe Theo Müller in Aretsried. (Archiv)

Der Stammsitz der Unternehmensgruppe Theo Müller in Aretsried. (Archiv) © dpa | Stefan Puchner

Debatte über „Remigration“ hält Müller für überzogen

Die Debatte über den AfD-Begriff „Remigration“ bezeichnete Müller, der CSU-Mitglied ist, als überzogen. Er habe das AfD-Programm gelesen. „Remigration bedeutet da: Wer ein Recht hat, bei uns zu bleiben, der kann davon Gebrauch machen. Und wer kein Recht hat, weil er illegal in Deutschland ist, der muss das Land verlassen“, sagte Müller. „Das ist doch selbstverständlich.“

Müller forderte ein Schuldenverbot, das Ende der Energiewende, den Abbau von Subventionen, eine restriktivere Migrationspolitik und die Einstellung der Entwicklungshilfe, ebenso der Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Die Energiewende bezeichnete er als „Wende ins Nichts“.

Theo Müller hat seine Unternehmensgruppe zum viertgrößten milchverarbeitenden Unternehmen in Deutschland gemacht. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen weltweit heute rund 35.000 Mitarbeiter und konnte 2025 einen Umsatz von 10,4 Milliarden Euro erwirtschaften. Müller gehört zu den reichsten Deutschen. Laut dem „Forbes“-Magazin ist er gut zehn Milliarden US-Dollar schwer.

dpa/bee