Eintracht gegen FSV: Munteres Duell unter Brüdern

Stand: 12.08.2026, 22:02 Uhr

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12.08.2026, xjhx, Fussball Testspiel, FSV Frankfurt - Eintracht Frankfurt v.l. Georgio del Vecchio (FSV Frankfurt), Ritsu Doan (Eintracht Frankfurt)

Frankfurter Nachbarschaftsduell am Bornheimer Hang: Georgio del Vecchio (FSV, li.) gegen Ritsu Doan (Eintracht). © Jan Huebner/Jan Hübner

Die Frankfurter Eintracht gewinnt am Mittwochabend am Bornheimer Hang gegen den Regionalligisten FSV standesgemäß mit 5:1.

Wenn sich der kleine mit dem größeren Bruder messen darf, sind Ehrgeiz und Behauptungswille gemeinhin groß. Bisschen piesacken muss schon sein, so übermächtig der Gegenüber sein mag. Genau darin liegt ja der Reiz.

Am Mittwochabend sah das im Frankfurter Nachbarschaftsduell am Bornheimer Hang dann doch etwas anders aus. Klar, der FSV wehrte sich beim 1:5 (0:3) gegen die hochüberlegene Eintracht nach Kräften, über weite Strecken ging es aber nur in eine Richtung. Sollte ja auch so sein im Duell eines ambitionierten Erstligisten und eines Regionalliga-Vertreters. Ist aber nicht immer so. Zur Erinnerung: Beim freundschaftlichen Vergleich vor einem Jahr reichte es für die Adlerträger nur zu einem knappen 3:2-Erfolg.

Diesmal legten die Gäste vor 10.083 Zuschauern gleich munter los, voller Spielfreude, stets im Vorwärtsgang. Chancen gab es beinahe im Minutentakt. Alleine der vor Selbstvertrauen strotzende Jonathan Burkardt scheiterte in den ersten zwei Spielminuten gleich doppelt am gut aufgelegten FSV-Keeper Lucas Becker. Die überfällige Führung erzielte Otavio (21.) per Kopfball bei seinem Debüt in der Frankfurter Viererkette, in der erneut Ansgar Knauff auf rechts zum Einsatz kam.

Ansonsten hatte Trainer Adi Hütter sein Team im Vergleich zum Spiel gegen Hull City kräftig durcheinandergewirbelt. Michael Zetterer begann im Tor, Mario Götze und Raphael Onyedika bildeten die Doppelsechs, im offensiven Mittelfeld durfte Ayoube Amaimouni neben dem emsigen Can Uzun ran. Vorne stürmten Younes Ebnoutalib und Burkardt, die auch für die Treffer zwei und drei verantwortlich zeichneten. Ebnoutalib (23.) per Abstauber, Burkardt (33.) mit wuchtigem Kopfball. Auf Seiten der Gastgeber vergab Filip Pandza zwei dicke Chancen.

Nach der Pause ging es in komplett veränderter Besetzung zunächst munter weiter. Malik Pimpong (46.) erhöhte auf 4:0. Als die Partie etwas verflachte, hatten die Gastgeber auch noch ihren besonderen Moment. George Iorga (62.) überwand Jens Grahl per Freistoß, ehe Ritsu Doan (77.) auf der Gegenseite den Schlusspunkt setzte. Das Ergebnis – ohnehin nur Nebensache. Am Sonntag zählt es für die Bornheimer, im Ligaalltag bei der Zweitvertretung des FSV Mainz 05. Mit besten Grüßen. „Ich will natürlich keinen Druck aufbauen, aber ihr dürft gerne aufsteigen“, verkündete Eintrachts-Vorstandssprecher Axel Hellmann. Als großer Bruder gönnt man eben auch mal.