Eklat um Alphaville-Ausladung
Polit-Verbot an Festival geht nach hinten los
Debakel für das Glücksgefühle-Festival: Nach der Ausladung von Alphaville wegen politischer Bedenken wurde die Bühne zum Schauplatz für klare Botschaften. Stars wie David Guetta und No Angels zeigten ihre Solidarität.
Publiziert: 12:38 Uhr
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Aktualisiert: 14:21 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Alphaville von deutschem Glücksgefühle-Festival ausgeladen wegen Haltung gegen Rechts
- Stars wie David Guetta und No Angels solidarisierten sich mit politischen Botschaften
- Sänger Marian Gold lobt Solidarität, verzichtet aber auf Gage
Michel ImhofTeamlead People
Das haben sie sich wohl anders vorgestellt: Die Veranstalter des deutschen Glücksgefühle-Festivals luden Alphaville um Sänger Marian Gold (72) aus. Der Grund: Golds Statements gegen Rechts. Manager Markus Krampe (55) und Ex-Fussballer Lukas Podolski (41) wollten keine Politik auf der Bühne.
Das Resultat: Das Festival wurde so politisch wie nie. Zahlreiche Stars nutzten den Auftritt für klare Ansagen gegen Rechts und setzten Statements gegen die rechtspopulistische AfD. Viele stimmten dazu den Alphaville-Hit «Forever Young» an.
Solidarität von Rap-, Ballermann- und Popstars
«Als Künstler sollte man Haltung zeigen können und dürfen», sagte der Berliner Rapper Ski Aggu (28) bei seinem Auftritt. «Solange ich auf einer Bühne stehe, werde ich immer für eine offene Gesellschaft einstehen.» Kollegin Nura (37) versteht die Ausladung von Alphaville nicht: «Andreas Gabalier darf hier auftreten, aber Alphaville nicht, oder was?», sagt sie. «Wenn man mich bucht, dann gibt es nicht keine politische Show. Ich bitte euch!»
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Auch viele weitere Acts zeigten sich solidarisch mit Alphaville. Darunter die Band Culcha Candela, Rapper Marteria (43), der Kölner Männerchor Grüngürtelrosen, Sänger Mark Forster (43) und Ballermann-Star Mia Julia (39). «Ich würde mich nicht wohlfühlen, wenn ich die Fresse halten würde», sagte sie. «Ich stehe für Toleranz, freie Liebe und Vielfalt.» Die Girlband No Angels trat mit Oberteilen mit der Aufschrift «FCK AFD» in Regenbogenfarben auf. Sogar der französische DJ David Guetta (58) baute «Forever Young» in sein Set ein. Er brachte 2014 einen Remix des Alphaville-Hits mit der Band selbst und US-Sängerin Ava Max (32) heraus.
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Eklat für Organisatoren
Die Veranstalter verfehlten ihr Ziel komplett, politische Botschaften von der Bühne zu verbannen. Es war ein Eklat mit Ansage: Am Dienstag die Absage, am Mittwoch machte Gold die Gründe publik. Am Donnerstag entschuldigte sich Organisator Krampe nach massiver Kritik. Alphaville verzichteten trotzdem auf den Auftritt und spendeten die Gage.
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Über die grosse Solidarität am Festival freut sich Marian Gold. «Ihr habt dieses Festival in eure eigenen Hände genommen und gezeigt, dass Glücksgefühle das Ergebnis einer inneren Haltung sind und nicht einer Verordnung von oben», schreibt er in einem Statement. Das Festival selbst hebt in einer Medienmitteilung nach Eventende die 250'000 Besucher hervor, erwähnt die Alphaville-Kontroverse gemäss Rolling Stone aber mit keinem Wort.