Alles teurer? Energiepreise treiben Inflation an - manche Lebensmittel deutlich günstiger

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Teuerungsrate wieder gestiegen Energiepreise treiben Inflation an

Vor allem die Preise für Kraftstoffe und Heizöl haben die Inflation im Juli angekurbelt. Lebensmittel dagegen sind kaum teurer geworden, manche sogar deutlich günstiger.

Preise für Benzin auf einer digitalen Tafel

Die Spritpreise haben die Inflationsrate in die Höhe getrieben. Bild © picture alliance/dpa | Katharina Kausche

Das alltägliche Leben in Hessen wird weiterhin teurer. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Juli im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres um 2,7 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte.

Nach einem leichten Rückgang in den vergangenen Monaten stieg die Inflationsrate damit erstmals seit März 2026 wieder an. Im Mai hatte die Inflationsrate bei 2,6 Prozent gelegen, im Juni 2026 bei 2,3 Prozent.

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00:29 Min.|Ursula Mayer

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Für den Anstieg seien vor allem die deutlich gestiegenen Preise für Kraftstoffe und Heizöl verantwortlich, die insbesondere durch den Krieg im Iran sowie das Auslaufen der Steuersenkungen für Kraftstoffe beeinflusst wurden.

Energiepreise gestiegen

Demnach kostete Energie im Juli 2026 durchschnittlich 5,8 Prozent mehr als im Juni 2026. Teurer als im Vormonat waren insbesondere Kraftstoffe (plus 12,3 Prozent) und Heizöl (plus 9,3 Prozent), wie das Landesamt erläuterte. Bei Diesel sei der Preisanstieg mit 14,6 Prozent stärker ausgefallen als bei Superbenzin (plus 11,8 Prozent).   

Für Benzin und Diesel galten vom Mai 2026 bis Ende Juni 2026 Steuersenkungen von rund 17 Cent pro Liter.

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03:15 Min.|30.06.26, 19:30 Uhr|hr

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Noch deutlicher fällt der Anstieg der Energiepreise im Jahresvergleich aus. Im Vergleich zum Juli 2025 nahmen die Preise durchschnittlich um 8,8 Prozent zu. Besonders stark war die Zunahme bei Heizöl (37,7 Prozent) und Kraftstoffen (25,5 Prozent), wobei die Preise für Dieselkraftstoff um 29,9 Prozent und die für Superbenzin um 24,4 Prozent zunahmen.

Butter und Milch günstiger

Auch Lebensmittel sind teurer als noch im Vorjahr, allerdings fiel der Anstieg deutlich geringer aus. Sie kosteten 0,7 Prozent mehr als noch im Juli 2025, wie das Landesamt mitteilte. "Damit stiegen ihre Preise deutlich schwächer als die Verbraucherpreise insgesamt und wirkten inflationsdämpfend."

Merklich günstiger als im Vorjahresmonat waren den Angaben zufolge unter anderem Speisefette und -öle (minus 12,6 Prozent), darunter Butter (minus 22,8 Prozent) sowie Molkereiprodukte (minus 6,2 Prozent).