„Enormes Gefahrenpotenzial“: Das ist Richard David Prechts größte KI-Sorge

Stand: 23.07.2026, 18:05 Uhr

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Richard David Precht - Richard David Precht blickt mit Sorge auf die Gefahrenpotenziale von KI.

Richard David Precht - Richard David Precht blickt mit Sorge auf die Gefahrenpotenziale von KI. © Getty Images / Andreas Rentz

„Keine Terminator-Fantasien“, aber „enormes Gefahrenpotenzial“: In einem Podcast hat Richard David Precht seinen Blick auf aktuelle Entwicklungen im Bereich der KI geteilt. Einen Trend beobachte er gar mit „äußerstem Entsetzen“.

Eine KI, die selbstständig Hacker-Angriffe durchführt: Zuletzt musste sich OpenAI wegen einer außer Kontrolle geratenen KI rechtfertigen. Diese sei „wie ein Straßenschläger unterwegs [gewesen] und [hat] unkontrolliert eingebrochen und randaliert“, leitete Markus Feldenkirchen im Podcast „Apokalypse & Filterkaffee“ ein. Sein Gast Richard David Precht entgegnete jedoch, er habe „keine Terminator-Fantasien“ und fürchte nicht, „dass eine böse KI sich immer weiter verselbstständigt und irgendwann die Menschheit versklavt“.

Trotzdem blickte der 61-Jährige mit Sorge auf die rasante Entwicklung der Technologie und erkannte ein „enormes Gefahrenpotenzial“. „Wir werden unglaublich reich an Informationen sein oder an den Erkenntnissen anderer, aber keine Erfahrungen mehr damit verknüpfen“, befürchtete er. Daraus folge eine „kulturelle Versteppung“, benannte Precht das seiner Meinung nach größte Gefahrenpotenzial von KI: „Wir reden über nicht weniger als über den rasanten Abbau von Kultur.“

Richard David Precht echauffiert sich über KI-Waffen: „Gucke mit äußerstem Entsetzen darauf“

Schließlich müsse den Menschen in Bezug auf künstliche Intelligenz eines klar sein: „Wir wissen nicht ganz genau, wie die künstliche Intelligenz lernt.“ Eine Entwicklung stieß Richard David Precht im Gespräch über die Gefahren von KI besonders sauer auf. „Ich gucke mit äußerstem Entsetzen darauf, dass jetzt alle davon reden, immer mehr und mehr KI-Waffen herstellen zu wollen“, echauffierte er sich.

„Eigentlich müsste man KI-Waffen genauso ächten, wie man Atomwaffen geächtet hat oder wie man Biowaffen und Chemiewaffen ächtet“, folgerte Precht. Allein der Glauben daran fehlte dem Buchautor: „Da muss tatsächlich ein Störfall passieren, bis wir dann irgendwann dazulernen, dass wir da ein wahnsinnig gefährliches Spiel spielen.“ Generell bilanzierte Precht mit Blick auf die KI: „Es scheint so zu sein, dass wir das irgendwann nicht mal beherrschen können.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)