Erfolgreicher Angriff: Revolut gibt vertrauliche Kundendaten an gefälschte Behörden-E-Mail - Golem.de

Wie viele Kunden von dem Vorfall betroffen sind, behält Revolut für sich. Ausweisdokumente von Bankkunden sind an Unbefugte weitergeleitet worden.

Gefälschte Behörden-E-Mail führte zu Datenweitergabe von Revolut-Kundendaten. (Bild: Unsplash)

Gefälschte Behörden-E-Mail führte zu Datenweitergabe von Revolut-Kundendaten. Bild: Unsplash

Das britische Fintech-Unternehmen Revolut hat vertrauliche Kundendaten an Unbefugte weitergegeben. Die Neobank reagierte nach eigenen Angaben auf eine Anfrage einer Regierungsbehörde und bemerkte erst später, dass es sich dabei um eine betrügerische Anfrage handelte. Revolut bestätigten den Vorfall unter anderem Reuters(öffnet im neuen Fenster) und Bloomberg(öffnet im neuen Fenster).

Die Weitergabe von vertraulichen Kundendaten soll nach Revolut-Angaben nur eine "sehr begrenzte" Anzahl an Kunden betroffen haben. Genauere Zahlen nennt die Bank nicht. Sie betont aber, dass die IT-Systeme des Unternehmens von dem Angriff nicht betroffen seien. Auch "Kundengelder sind nicht betroffen", erklärte das Unternehmen.

"Sobald wir den Vorfall entdeckt hatten, haben wir die Adresse sofort gesperrt und die zuständige Regierungsbehörde sowie Strafverfolgungsbehörden, Datenschutzbehörden und Finanzaufsichtsbehörden alarmiert", sagte ein Revolut-Sprecher den genannten Medien.

Revolut schaltet Strafverfolgungsbehörden ein

Nachdem der Betrugsversuch bemerkt worden sei, sei die entsprechende E-Mail-Adresse in den Revolut-Systemen gesperrt worden. Zudem habe die Bank die echte Regierungsbehörde sowie Strafverfolgungsbehörden, Datenschutzbeauftragte sowie Finanzaufsichtsbehörden über den Vorfall informiert.

Nach Angaben der Bank wurden betroffene Kunden über den Vorfall informiert. Ihnen soll dabei geholfen werden, die Folgen davon einzugrenzen. Revolut machte keine weiteren Angaben zu dem Vorfall und gibt keine Informationen dazu heraus, welche Arten von Daten in falsche Hände gelangt sind. Auch äußerte sich Revolut nicht dazu, welche fingierte Regierungsbehörde die Anfrage stellte und welcher Grund für die Anfrage der Datenweitergabe angegeben wurde.

Diese Revolut-Kundendaten haben Unbefugte erhalten

Dem US-Magazin Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) liegt eine entsprechende E-Mail vor, die an Kunden verschickt wurde. Demnach wurden E-Mail-Adressen, Postanschriften und Telefonnummern an Unbefugte weitergegeben. Zudem seien Geburtsdaten sowie kopierte Ausweisdokumente wie Reisepässe und Führerscheine weitergegeben worden.

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