Erneut Unwetter-Alarm am Mittelmeer: Nächstes Tief zieht nun über Urlaubsinseln

Stand: 23.10.2026, 14:10 Uhr

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Kaum ist das Unwetter durch, rollt das nächste an. Ab Anfang nächster Woche trifft es Griechenlands Inseln. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kreta – Das Mittelmeer kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage zieht ab Anfang nächster Woche (ab 26. Oktober) das nächste Tief auf, und dieses Mal nimmt es den Osten ins Visier. Genau dort liegen die Inseln, auf denen im Herbst noch viele Deutsche die letzten warmen Tage genießen.

Die Regensummen bis Donnerstag (29. Oktober).

Urlauber aufgepasst: Die letzte Oktoberwoche bringt schon wieder schwere Unwetter mit Sturzfluten. Diesmal trifft es den östlichen Mittelmeerraum. © METEORED/www.daswetter.com

Die aktuellen Berechnungen zeigen bis Donnerstag ein breites Regenband vom südlichen Peloponnes über die Kykladen bis nach Kreta. Am schlimmsten erwischt es den Südosten des Peloponnes: Rund um Leonidio sind bis zu 170 Liter pro Quadratmeter möglich. Das ist mehr, als dort sonst im ganzen Oktober vom Himmel kommt.

Kreta, Mykonos, Kos – diese Urlaubsziele trifft das Unwetter

Auch Kreta bekommt richtig was ab, primär der Westen. In Chania können über 110 Liter zusammenkommen, in Kissamos rund 100 und in Rethymno über 90. Heraklion und der Osten der Insel kommen dagegen vergleichsweise glimpflich davon. Auf den Kykladen sieht es kaum besser aus: Milos steuert auf rund 100 Liter zu, Folegandros auf fast 80, Mykonos und Naxos auf etwa 70, Santorini auf rund 40. Im Dodekanes stehen Kalymnos und Kos mit 50 bis 60 Litern auf der Liste, selbst im türkischen Bodrum schüttet es kräftig. Auch Hydra und Poros sind dabei. Athen selbst bleibt dagegen weitgehend verschont.

Solche Mengen bedeuten nicht einfach ein paar nasse Tage am Pool. Auf den ausgedörrten Böden kann das Wasser kaum versickern, trockene Bachbetten werden binnen Minuten zu reißenden Strömen, Straßen in Küstenorten verwandeln sich in Flüsse. Dazu kann die See unruhig werden, einzelne Fährverbindungen zwischen den Inseln könnten ausfallen.

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Wer in den kommenden Tagen nach Griechenland fliegt oder schon dort ist, sollte die örtlichen Warnungen im Blick behalten, Ausflüge flexibel planen und bei Starkregen Bachbetten und Unterführungen meiden. Entwarnung gibt es noch lange nicht, im Gegenteil: Das Meer ist noch so warm, dass dieser Herbst weitere Unwetter nachliefern dürfte.