HSV
„Es fliegen keine Mülleimer“: So sieht Costa die Arbeit der HSV-Trainer
Auch nach dem 0:5 in Leipzig setzt HSV-Sportdirektor Claus Costa auf die Analyse des Trainerteams. Vor der Partie gegen Köln bleibt die Defensive im Fokus.
Im Volkspark hatte man nach dem 0:5 gegen Mainz auf eine inhaltliche Aufarbeitung des Debakels gesetzt. Die Trainer hatten in der Vergangenheit bewiesen, dass sie die richtigen Antworten auf schlechte Spiele finden können. Es würde nun viel zu kurz greifen, die nächste Klatsche auf einen falschen Matchplan zurückzuführen. Der HSV schwächte sich beim 0:5 in Leipzig vielmehr selbst, indem er zu viele individuelle Fehler produzierte. Dennoch sind Merlin Polzin und seine Assistenten in der kommenden Woche wieder in der Pflicht.
In Aktionismus wird Claus Costa auch nach der neuerlichen Pleite nicht verfallen. Er setzt auf Vertrauen – weil er die Stärken der HSV-Trainer kennt. „Ich nehme sie sehr fokussiert, analytisch und rational wahr“, sagte der Sportdirektor in den Katakomben der Red Bull Arena und gab einen Einblick in die Büroräume im Volkspark: „Es ist nicht so, dass irgendwelche Mülleimer fliegen und nur herumgepöbelt wird – sondern man ist im Inhalt. Und das wird in der nächsten Woche wieder im Vordergrund stehen.“
HSV-Sportdirektor Costa setzt auf Inhalte
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Gegen den 1. FC Köln geht es am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) um die ersten HSV-Punkte der Saison. In Leipzig gab es für die Hamburger zum dritten Mal nichts zu holen. Costa erkannte gegen RB aber „einige Phasen, auf denen man aufbauen kann – auch wenn das nackte Ergebnis natürlich anders ist.“ Der Manager bleibt überzeugt, dass Polzin, Loic Favé, Richard Krohn und Max Bergmann „Ansätze finden werden, damit wir gegen Köln vor allem defensiv anders auftreten werden“.
Dass insgesamt zwölf gefangene Tore nach drei Partien zu viel sind, verhehlt Costa nicht. „Wenn man jedes Spiel fünf Gegentore kassiert, dann wird man relativ selten sechs schießen, um das Spiel zu gewinnen. Es war in den entscheidenden Momenten viel zu leicht“, monierte der 42-Jährige und forderte: „Da müssen wir schleunigst ran. Da bin ich wieder bei den verschiedenen Fehlerketten.“ Der HSV müsse sowohl individuelle als auch gruppentaktische und kollektive Aussetzer abstellen.
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Die neue HSV-Abwehr offenbart Probleme
Dass sich diese zuletzt derart häuften, ist insofern überraschend, als dass eine stabile Defensive in der vergangenen Saison noch den Grundstein für eine erfolgreiche Bundesliga-Rückkehr gebildet hatte. Klar, Luka Vuskovic ist jetzt nicht mehr da. Und in Leipzig fiel auch noch der neue Abwehrchef Sebastiaan Bornauw aus, weshalb der 19-jährige Shafiq Nandja halbrechts begann und der mehrfach unglücklich agierende Nicolás Capaldo die Seite wechselte. Aber im Verbund ließen sich Jordan Torunarigha und Co. trotz guter Ansätze zu oft überrumpeln.
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„Dass wir sehr kompakt gestanden haben, hat uns in der vergangenen Saison sehr stark gemacht“, erinnerte sich Costa und konstatierte: „Das fehlt uns im Moment noch. Daran gilt es auf jeden Fall zu arbeiten, denn das ist auf jeden Fall die Basis.“ Es gehe um Grundprinzipien, die der HSV wieder einhalten müsse. „Dann bin ich mir auch sicher, dass wir wieder schnell eine defensive Stabilität herstellen“, betonte Costa – der sich weiterhin voll auf Polzins Team verlässt.