ESC-Abstimmung wird neu erfunden: Schluss mit Blockvoting – das plant die EBU jetzt

ESC-Voting vor dem Umbau: Fans müssen drei Favoriten nennen – Telefon und SMS fallen weg

Stand: 16.08.2026, 21:29 Uhr

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Die Planung für den ESC 2027 läuft: Die Europäische Rundfunkunion plant nun ein neues Votingsystem. Online-Pflicht und Mehrfachauswahl stehen im Mittelpunkt der Reformen.

Burgas – Bulgarien hat beim diesjährigen Eurovision Song Contest einen historischen Sieg gefeiert: Bei der ersten Teilnahme nach dreijähriger Pause holte das Land erstmals die ESC-Krone. Sängerin Dara (27) setzte sich mit ihrem Titel „Bangaranga“ durch und erreichte 516 Punkte. Damit verwies sie die Beiträge aus Israel und Rumänien auf die Plätze. Zuvor hatte das Land bereits einmal knapp den Sieg verpasst: 2017 belegte Kristian Kostow (27) den zweiten Platz.

70. Eurovision Song Contest - Finale ESC 2026

Dara gewann 2026 für Bulgarien den ESC. Im kommenden Jahr soll das Publikums-Voting reformiert werden. (Archivbild) © Jens Büttner/dpa

Dennoch bleibt die ESC-Abstimmung immer noch umstritten. Die israelische Regierung hatte 2025 öffentlich dazu aufgerufen, mehrfach für die eigene Kandidatin zu voten. Yuval Raphael (25) erreichte mit ihrem Titel „New Day Will Rise“ bei der Jury-Bewertung lediglich Platz 15, profitierte jedoch von einer intensiven Werbekampagne und erzielte im Publikumsvoting mit 297 Punkten das beste Ergebnis aller Teilnehmer. Am Ende belegte sie den zweiten Gesamtrang. Nun sollen neue Regelungen eingeführt werden, um ähnliche Ereignisse künftig zu verhindern.

So soll das neue ESC-Voting aussehen

Nach Informationen der schwedischen Zeitung Aftonbladet plant die Europäische Rundfunkunion (EBU), die Abstimmungsregeln beim Eurovision Song Contest grundlegend zu reformieren. In einem Brief an die teilnehmenden Sender wurde vorgeschlagen, dass das Voting künftig ausschließlich online stattfindet. Gleichzeitig sollen Zuschauer verpflichtet werden, nicht nur einen, sondern mehrere Beiträge zu bewerten.

Die geplante Reform zielt darauf ab, mobilisierte Massenabstimmungen zu unterbinden. Derzeit dürfen Zuschauer bis zu zehn Stimmen abgeben – verteilt auf Telefon, SMS und Online-Plattformen –, wobei alle Stimmen auf ein Land konzentriert werden können. Genau diese Praxis soll durch die neue Regelung eingeschränkt werden, es soll mehr Fairness entstehen.

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) verkündete zudem eine weitere überraschende Entscheidung: Der Eurovision Song Contest 2027 wird nicht in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ausgetragen. Stattdessen übernimmt die Stadt Burgas die Gastgeberrolle. Das Finale ist für Samstag, den 15. Mai 2027, terminiert. Die beiden Halbfinals finden am Dienstag, 11. Mai, sowie am Donnerstag, 13. Mai, statt. Verwendete Quellen: aftonbladet.se, ebu.ch