EU-Referendum: Burnham – Moskau hatte bei Brexit-Votum klar Finger im Spiel
Andy Burnham bestätigt als erster britischer Premier eine russische Einmischung beim Referendum vor zehn Jahren. Besonders für zwei Länder hat er eine klare Botschaft.
Großbritanniens Premier Burnham: Bezeichnete den Brexit kürzlich als „katastrophalen Fehler“. Foto: IMAGO/
London. Der britische Premierminister Andy Burnham hat als erster Regierungschef seines Landes eine Einmischung Russlands beim Brexit-Referendum vor zehn Jahren bestätigt. Er habe in der Regierungszentrale 10 Downing Street nachgefragt und die klare Antwort erhalten: „Ja, das gab es“, sagte Burnham laut Vorabauszügen aus dem Podcast „The Rest Is Politics“.
Wie genau die russische Einmischung diesen Erkenntnissen zufolge aussah, sagte Burnham nicht. Spekulationen darüber hatte es schon seit langem gegeben.
Bei seinem Besuch in Berlin vergangene Woche habe er mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch über das Thema gesprochen, so der Labour-Politiker weiter. Auch in Deutschland gebe es sicherlich russische Desinformation, mit der Einfluss auf die Politik genommen werde, fügte er hinzu.
„Es ist jetzt wichtig, diese Dinge klar und deutlich festzuhalten. Ich glaube, dass dies den Wählerinnen und Wählern in Deutschland und Frankreich dabei hilft zu verstehen, dass einige dieser politischen Entwicklungen von unseren Gegnern, insbesondere Russland, gezielt angestoßen werden“, so Burnham weiter.

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